Volkshilfe: Vermögensbezogene Abgaben notwendig für Armutsbekämpfung

Wien (OTS) - Anlässlich der neuesten EU-SILC-Daten zu Armut in Österreich weist die Volkshilfe darauf hin, dass in Österreich die Frage nach einer solidarischen Umverteilungspolitik gestellt werden muss. Nach wie vor ist eine Million Menschen armutsgefährdet und 5% der Bevölkerung sind akut arm.

Volkshilfe Bundesgeschäftsführer Erich Fenninger zeigt sich erfreut, dass hier langsam eine Diskussion in Gang kommt und auch für den Soziaminister Vermögensbesteuerung kein Tabu-Thema mehr ist.

Enttäuscht ist Fenninger nach wie vor über die Verzögerung bei der Einführung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung: "Es muss alles dafür getan werden, dass diese nun rasch umgesetzt wird." Weiters fordert die Volkshilfe eine Anhebung des Arbeitslosengeldes, das im Vergleich mit anderen europäischen Staaten im untersten Drittel liegt. "Das Arbeitslosengeld sollte zumindest auf den EU-Schnitt der Nettoersatzrate von 70% angehoben werden" so Fenninger.

Arbeit ist ein wesentlicher Faktor zur Armutsvermeidung, wie auch die neusten Daten zeigen: Erwerbstätige Personen sind zu 6% armutsgefährdet, nicht Erwerbstätige zu 21%. "Deshalb ist ein Konjunkturpaket, das auch Investitionen in den sozialen Dienstleistungsbereich vorsieht, dringend von Nöten. Investitionen in diesem Bereich schaffen Arbeitsplätze, diese helfen nicht nur den Betroffen direkt, sondern sind auch volkswirtschaftlich gesehen sinnvoll. Pflege und Betreuung sind ein Jobmotor in Zeiten der Wirtschaftskrise!", verweist Fenninger auch auf die heute gestellten Forderungen der Volkshilfe.

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