Steuerliche Entlastung von handwerklichen Betrieben möglich

WKÖ-Oberwallner: Wettbewerbssituation wird verbessert, Kunden profitieren

Wien (PWK196) - Die Finanzminister der EU geben grünes Licht für steuerliche Entlastung von handwerklichen Leistungen im Dienstleistungsbereich: "Damit werden für den Konsumenten endlich Werkstattleistungen günstiger. Eine lange Forderung des KFZ Gremiums der Wirtschaftskammer Österreich wurde mit dieser möglichen Mehrwertsteuer-Halbierung erfüllt", betonte heute der Obmann des Kraftfahrzeug-Handels der Wirtschaftskammer Österreich, Gustav Oberwallner.

Bei der Kaufentscheidung seien auch die zu erwartenden Erhaltungskosten ein immer wichtiger Faktor. Die nun mögliche Halbierung der Steuerbelastung der Arbeitszeit analog dem Gastronomiebereich verbessere die Wettbewerbssituation unserer Betriebe gegenüber Lohndumping in Nachbarländern und der ausufernden Schattenwirtschaft.
"Diese Maßnahme ist auch ein Beitrag zur Sicherung unserer Arbeitsplätze in rund. 4.800 KFZ Betrieben, die immerhin rund 75.000 Mitarbeiter beschäftigen", argumentiert Oberwallner.

Steigende technische Anforderungen an die Werkstattausrüstung und an die Ausbildung der Mitarbeiter führten zu einem rapiden Anstieg der Verrechnungssätze. Oberwallner: "Die Fachwerkstätten traten durch gesplittete Verrechnungssätze und nicht mehr kostendeckende Paketpreise bereits in Vorlage. Die KundenInnen müssen sich aber auch künftig die Erhaltung ihres Fahrzeuges leisten können."

Die in anderen Ländern obligatorische jährliche Abgasuntersuchung wurde in Österreich dem Wahlkampfthema "Endbürokratisierung" aufgeopfert. Vielfahrern bleibt es überlassen, ob sie den vorgesehenen Service-Intervallen der Hersteller nachkommen oder ein Risikofaktor im Straßenverkehr werden.

"Wir streben daher eine EU Initiative zur Harmonisierung der Vorgaben analog dem Verbraucherschutz an. Die nun mögliche Halbierung des Mehrwertsteuer-Satzes kommt daher den KundInnen sehr entgegen. Für die erste Jahresuntersuchung bieten zahlreiche Hersteller bei Unterschreiten der durchschnittlichen jährlichen Kilometer-Laufleistung attraktive Nachlässe an", erläuterte Oberwallner.

Die Verkehrssicherheit habe in jedem Fall Vorrang gegenüber steuerpolitischen Mehrbelastungen. Die finanzielle Entlastung für Berufspendler sollte auch künftig gewährleistet sein. Die regionale Mobilität war bisher ein Erfolgsfaktor und verhindere die in anderen Regionen Europas bereits feststellbare Absiedelungstendenz in Richtung Ballungsgebiete.

"Die bisher in Deutschland praktizierte "pauschalierte" Absetzbarkeit von handwerklichen Leistungen bei den Sonderausgaben ist für uns ein durchaus überlegenswerter erster Schritt, nachdem die Parameter für die aktuelle Steuerreform bereits fixiert wurden", erklärte Oberwallner. (IP)

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