Schwentner zu Amon: Frauenfreundlichkeit von Unternehmen bemisst sich nicht am Einkommen allein

Frauen in Führungspositionen und Teilzeitanteil sind ebenso wichtig

Wien (OTS) - "Nur die Einkommen allein anzusehen, ist zu wenig. Unternehmen sollten gesetzlich dazu verpflichtet werden im Bereich Gleichbehandlung eine Bilanz zu legen. Neben der Einkommensgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern sollte darin auch der Frauenanteil in Führungspositionen und der Teilzeitanteil mitbewertet werden", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, in Reaktion auf die Forderung von ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon, die Gehaltsstrukturen in Betrieben zu überprüfen. Die Grünen haben schon vor Jahren ein Modell zur Bewertung der Frauenfreundlichkeit von Unternehmen, eine Gleichbehandlungs-Bilanz, erarbeiten lassen. Mit Hilfe eines Punktebewertungsverfahrens zeigt dieses Modell den Entwicklungsstand der betrieblichen Gleichbehandlung auf.

"Einerseits würden Betriebe, die nichts von Gleichbehandlung halten, dann schnell entlarvt. Andererseits könnte ein finanzielles Anreizsystem Unternehmen verstärkt zu einer ausgewogenen Gleichbehandlungs-Bilanz bewegen", so Schwentner. In Schweden müssten Unternehmen bereits jetzt Gleichbehandlungspläne vorlegen, die von der Gleichbehandlungskommission kontrolliert werden. Tun sie es nicht, so drohen ihnen Geldstrafen. "Jene Betriebe, die sich nicht an die gesetzliche Verpflichtung zur Legung einer Gleichbehandlungs-Bilanz halten, sollten neben finanziellen Sanktionen auch umfassende Schulungen erhalten. Aus den Erfahrungen in Schweden weiß man, dass Unternehmen dieser Aufgabe eher nachkommen, wenn sie vorher im Bereich betrieblicher Gleichbehandlung entsprechend sensibilisiert wurden", fordert Schwentner.

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