RFJ verlangt von Hundstorfer mehr Einsatz im Kampf gegen Jugend-Arbeitslosigkeit

Staat soll Lehrstellen schaffen und die Lehrzeit attraktiver gestalten

Wien (OTS) - Der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) verlangt von Sozialminister Rudolf Hundstorfer vollen Einsatz im Kampf gegen die Jugend-Arbeitslosigkeit. Bundesobmann LAbg. Johann Gudenus und der gf. Bundesobmann Dominik Nepp überbrachten Hundstorfer heute Vormittag in Begleitung zahlreicher Jugendlicher einen Forderungskatalog mit Maßnahmen gegen die immer dramatischere Lage der jugendlichen Lehrstellen-Suchenden. Ende Februar warteten laut AMS fast 5000 Jugendliche auf einen Ausbildungsplatz.

Der RFJ unterstützt die heute vom Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf vorgestellte Freiheitliche Lehrlingsoffensive vollinhaltlich. Für Nepp ist es hoch an der Zeit, dass der Staat endlich mehr Engagement zeigt: "Eine Verdopplung der Lehrplätze im öffentlichen Dienst ist das Mindeste, was wir angesichts dieser beispiellosen Wirtschaftskrise erwarten."

Zusätzlich zur Bekämpfung der aktuell tristen Situation verlangt der RFJ aber auch in die Zukunft gerichtete Schritte, die das Image des dualen Ausbildungssystems verbessern sollen."Wenn es jetzt zu wenige Lehrstellen gibt, besteht die Gefahr, dass es schon bald zu wenig Lehrlinge und fertig ausgebildete Fachkräfte geben wird", befürchtet GudenusNepp. Hintergrund ist die demographische Entwicklung, die ab dem Jahr 2009 die Zahl der 15jährigen zurückgehen lässt. "Wir brauchen daher ein attraktives System Lehre, um dem künftigen Facharbeiterbedarf mit gut ausgebildeten inländischen Arbeitskräften zu begegne",so Nepp.

Eine zentrale Forderung in diesem Zusammenhang ist die staatliche Finanzierung der Berufsmatura, um auch lernstarken und lernwilligen Jugendlichen die Lehre schmackhaft zu machen. Derzeit muss ein Jugendlicher die mehr als 3000 Euro für Kurse und Prüfungen selbst bezahlen und kann dafür von Bundesland zu Bundesland verschiedene Förderungen beantragen. "Damit muss sofort Schluss sein", fordert der Dominik Nepp, der auch Obmann des RFJ Wien ist: "Wer eine Matura anstrebt, hat als Lehrling genauso vom Staat unterstützt zu werden wie als Schüler", verlangt Nepp.

Zudem verlangt der RFJ die Bezahlung von Internatskosten in den Berufsschul-Monaten durch den Staat. Udo Landbauer, Obmann des RFJ Niederösterreich: "Gerade in den ländlichen Gebieten müssen viele Lehrlinge ins Internat. Da geht oft die gesamte Lehrlingsentschädigung fürs Wohnen drauf, und der Betrieb muss auch noch etwas zuschießen."

Weitere Vorschläge des RFJ, um die Lehre attraktiver zu machen:
Der Führerschein-Kurs soll kostenfrei in die Lehrzeit integriert werden, weil Mobilität für Lehrlinge besonders wichtig ist. Außerdem sollen ähnlich wie an den Universitäten Austauschprogramme auf europäischer 2/2 Ebene geschaffen werden, die es Lehrlingen ermöglichen, im Rahmen eines Auslandssemesters internationale Berufserfahrung zu sammeln.

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