Tumpel: Finanzmärkte streng regulieren und überwachen

Die EU muss aus der Finanzkrise lernen

Wien (OTS) - "Klare Regeln und strenge Aufsicht für die Finanzmärkte, in diese Richtung muss Europa gehen um künftig Finanzkrisen deren Folgen wir jetzt am Arbeitsmarkt spüren, zu verhindern", sagt AK Präsident Tumpel. Die Finanzkrise hat die globale Wirtschaft ins Wanken gebracht. Europa muss jetzt Konsequenzen ziehen. "Wir brauchen eine strenge und effektive Aufsicht über den Finanzsektor auf europäischer Ebene" fordert Tumpel und fordert die Einrichtung einer europäischen Aufsicht mit weitgehenden Ermittlungsbefugnissen, die transparent im Sinne des Anlegerschutzes arbeitet. Außerdem fordert der AK Präsident eine europaweite Transaktionssteuer auf alle börslichen und außerbörslichen Transaktionen. Dafür sollen Steuersätzen im Promillebereich gelten. Auch die europäischen Ratingagenturen will Tumpel unter Aufsicht stellen. Denn Ratingagenturen haben massiv zur Entstehung der Krise beigetragen. Die Agenturen bewerten Firmen und Banken, von denen sie selbst bezahlt werden. Teilweise arbeiten sie sogar direkt an der Entwicklung von Finanzprodukten mit, die sie später bewerten. "Viele Produkte waren viel zu gut eingestuft - das hat die Krise noch verschärft," so Tumpel und fordert eine eigene europäische Aufsicht über die Ratingagenturen, mehr Transparenz bei den Bewertungskriterien,verpflichtende Qualitätsstandards und eine Reform ihrer Finanzierung.

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