Sima eröffnet Treffen der EUROCITIES in Wien

86 30 europäische Städte tagen im Rathaus- Gemeinsame Lösungen für Umweltprobleme in der Wirtschaftskrise

Wien (OTS) - Weltwirtschaftskrise - Krise für den Umweltschutz?
Das ist ein zentrales Thema bei der Tagung der EUROCITIES, dem Städtenetzwerk der europäischen Großstädte von heute, Montag, 16. -18. März in Wien. Umweltstadträtin Ulli Sima hat als Vorsitzende des Umweltforums hochrangige Gäste aus 86 aus rund 30 Städten begrüßt:
"Ich freue mich auf konstruktive Debatten und gemeinsame Lösungsansätze. Gerade der Umweltschutz ist in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten immer wieder ein heiß diskutiertes Thema.

"Ich bin davon überzeugt, dass neue Umwelttechnologien, erneuerbare Energien und Investitionen in den Umweltschutz an sich ein zentraler Ansatz speziell auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten sind. Sie schaffen Arbeitsplätze und kurbeln die Wirtschaft an", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Ihr ist die Vernetzung und der Erfahrungsensaustausch mit anderen Städten ein ganz wichtiges Anliegen. "Umweltprobleme machen oft keinen Halt vor Grenzen, wir kämpfen alle mit ähnlichen Problemen", so Sima. Wien zeigt seit Jahren, dass Wirtschaft und Umwelt starke Partner sind, dass Umweltmaßnahmen Arbeitsplätze schaffen und sichern. "Allein die Klimaschutzmaßnahmen in Wien sichern beispielsweise jährlich über 42.000 Arbeitsplätze", so Sima.

130 Städte im Netzwerk - Wien Vorsitz 09

Das EUROCITIES-Netzwerk umfasst mehr als 130 Städte in über 30 Ländern. Gemeinsam will man Probleme angehen, mit denen alle Städte zu kämpfen haben - im Umweltbereich etwa Klimaschutz, Luftreinhaltung etc. Insgesamt gibt es sieben Foren (Kooperation, Kultur, Wirtschaft, Wissensmanagement, Mobilität, Soziale Agenden und Umwelt), in denen sich die Mitglieder von EUROCITIES zu politisch brisanten Themen einbringen und gemeinsame Lösungen und Standpunkte aus der Sicht von städtischer Verwaltung und Politik suchen. Wien wurde im Herbst 08 zur Vorsitzenden des Umweltforums Netzwerks gerwählt und hat als Schwerpunkt den Umweltschutz vor dem Blickwinkel Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise gewählt.

Klimaschutz als Jobmotor

Die Europäische Klimaschutzpolitik ist ein weiterer zentraler Schwerpunkt bei der Tagung des Umweltforums in Wien. Städte sind der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Europas, 80 % der Europäerinnen und Europäer leben in Städten und städtischen Einzugsgebieten. Der Erfolg der europäischen Klimaschutzstrategien hängt zum großen Teil davon ab, was die Städte zur Verminderung der Treibhausgas-Emissionen und zur Entwicklung und zum Einsatz von erneuerbaren Energien beitragen können.

Wien setzt schon seit Jahren auf aktive Klimaschutzpolitik. Mit ihren Maßnahmen kurbelt Wien auch die Wirtschaft enorm an. "Wien spart jährlich 2,9 Mio. Tonnen CO2, zugleich sichern wir über 42.000 Arbeitsplätze und haben in den Jahren 1999 bis 2006 allein durch Klimaschutzmaßnahmen ein Investitionsvolumen von 8,356 Mrd. Euro geschaffen", so Sima. Ob durch die thermische Wohnhaussanierung, denr Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder die Solarförderung - die vielen, vielen Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutzprogramms reduzieren den Treibhausgasausstoß und sind Wirtschaftsmotor", so Sima. Allein die Solarförderung, die mit einer Million Euro im Jahr österreichweit die beste ist, löst ein Investitionsvolumen von rund 3,9 Mio. Euro im Jahr aus.

Wien als Vorbild - ÖkoBbusinessPlan Wien als Erfolgsmodell

Wien setzt seit vielen Jahren auf Vernetzung mit anderen Städten Europas und ist in etlichen Bereichen auch Vorbild für andere. Ein Beispiel dafür ist der ÖkoBbusinessPlLan Wien der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22, im Rahmen dessen Betriebe Umweltmaßnahmen setzen und sich bares Geld sparen., Iin Wien sind schon über 620 Betriebe dabei - und das Know How wurde schon in etliche andere Städte exportiert, wie etwa nach Dublin.

Was in Wien vor 10 Jahren als Vision begann, ist heute ein Konzept mit Breitenwirkung: 104,2 Millionen Euro an Betriebskosten wurden in den letzten Jahren von Wiens Unternehmen durch umweltbewusstes Wirtschaften eingespart. Durch die Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhalten diese Maßnahmen eine neue Bedeutung. "Der ÖkoBusinessPlan Wien ist die perfekte Win-win-Strategie: "Wir arbeiten eng mit den Unternehmen zusammen, die genauso wie die Umwelt von den gesetzten Maßnahmen profitieren", so Sima. Die Bilanz ist beachtlich: 680 UnternehmerInnen in Wien haben in den letzten 10 Jahren im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien gezeigt, wie ökologisches Wirtschaften in der Praxis aussehen kann.

"Eine Kooperation mit anderen Städten in Sachen Umwelt ist mir enorm wichtig, die Herausforderungen an die Städte werden immer mehr, und gemeinsam ist man in den meisten Fällen erfolgreicher. Wir können alle voneinander lernen, und es freut mich sehr, wenn Wien für andere Städte Vorbild oder Impulsgeber ist ", so Sima abschließend. (Schluss) vor

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