BZÖ-Haubner zu EU-Armutsbericht: BZÖ fordert 1.300 Euro Mindestlohn und Generationengeld

Beschäftigung ist die beste Sozialmaßnahme

Wien 2009-03-16 (OTS) - BZÖ-Sozialsprecherin Ursula Haubner
fordert angesichts der dramatischen Armutszahlen in Österreich eine Anti-Armutsoffensive der Bundesregierung. "Eine Million Österreicher sind laut EU armutsgefährdet, davon ist beinahe eine halbe Million Bürger wirklich arm, können sich also das Heizen nicht mehr leisten oder die Miete nicht mehr bezahlen". Eine besonders gefährliche Entwicklung sei die steigende Zahl der der working poor - also der Arbeitnehmer die trotz Vollzeitarbeit sich das Leben nicht mehr leisten können. "Das BZÖ tritt dafür ein, dass sich Arbeit lohnen muss und fordert deshalb einen Mindestlohn in der Höhe von 1.300 Euro brutto - das sind echte 1.000 Euro netto. Wer arbeitet, der muss von seinem Lohn auch anständig leben können", so Haubner. Armut sei eines der größten Probleme unserer Zeit und Beschäftigung die beste Sozialmaßnahme gegen Armut, wenn es einen anständigen Mindestlohn gebe. Haubner fordert hier die Sozialpartner, insbesondere die Gewerkschaften, auf, endlich zu handeln. Wenn die Sozialpartner weiter versagen, verlangt Haubner einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.300 Euro.

Haubner fordert weiters, in ganz Österreich ein Generationengeld zu schaffen, wo in Kärnten mit der Einführung des "Müttergeldes" bereits ein erster Schritt in die richtige Richtung gesetzt wurde. Das Generationengeld soll eine finanzielle Anerkennung unbezahlter sozialer Leistungen (Kindererziehung, Pflege) in Höhe von Euro 300,-(14x jährlich) sein, das un- oder schlecht versorgten Frauen über 60 Jahren in Österreich zur finanziellen Absicherung im Alter ausbezahlt werden soll. "Eine soziale Absicherung für alle die diese Sicherheit brauchen, aber nicht für alle die Sozialleistungen wollen, um in der sozialen Hängematte zu liegen, das ist der faire Weg des BZÖ", so Haubner abschließend.

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