LR Ackerl: "Gratis-Krabbelstube für alle Kinder!"

Sigl-Behauptung, dass Krabbelstuben für Kinder erst ab dem 30. Lebensmonat beitragsfrei sein sollen, entspricht nicht vorgelegtem Gesetzestext

Linz (OTS) - "Die kürzlich von Landesrat Sigl aufgestellte Behauptung, es gäbe eine Vereinbarung, nach der wir die Regelung des Kindergartenbereiches, die einen beitragsfreien Besuch ab dem 30. Monat vorsieht, für die Krabbelstuben übernehmen würden, ist unrichtig!" so heute Landesrat Josef Ackerl. Tatsache ist, dass die Krabbelstube nicht nur für Kinder im so genannten altersgemischten Bereich - der übrigens ab 24 Monaten beginnt - beitragsfrei werden soll, sondern für alle Kinder. "Nur so ist diese Regelung sinnvoll, und nur so steht es auch im Gesetzestext der Regierungsvorlage, die zur Begutachtung ausgeschickt wurde und die heute im Unterausschuss des Landtages weiter diskutiert wird!" betont Ackerl.

Vor beinahe genau zwei Monaten hat die Landesregierung der Vorlage eines Entwurfs für eine Novelle des Oö. Kinderbetreuungsgesetzes an den Landtag zugestimmt, durch die künftig der Besuch eines Kindergartens beitragsfrei gestellt werden soll. Ebenfalls angenommen und zur weiteren Beratung an den Landtag weitergeleitet wurde der Antrag der SP-Fraktion, auch das Angebot der Krabbelstuben künftig beitragsfrei zu stellen. "Aus dem Gesetzestext dieses Entwurfes ist klar ersichtlich, dass wir den Besuch der Krabbelstube für alle Kinder beitragsfrei gestalten wollen!" erklärt der für die Betreuung der Unter-Dreijährigen zuständige Landesrat Josef Ackerl heute. "Darum ist mir nicht klar, warum Landesrat Sigl in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt hat, es gäbe mit mir eine Vereinbarung, nach der ich seine Regelung für den Kindergarten - ab dem 30. Monat kostenlos - auch für die Krabbelstuben übernehmen würde!" Es genügt nämlich nicht, das Gratis-Kinderbetreuungsangebot auf die maximale Bezugszeit des Kinderbetreuungsgeldes - und somit nur auf den Kindergarten bzw. die altersgemischten Gruppen - abzustellen. Um die Wahlfreiheit der Frauen zu gewährleisten, um dem Wunsch bzw. oftmals der Notwendigkeit, so früh wie möglich in den Beruf zurückzukehren, um dort den Anschluss nicht zu verlieren, Rechnung zu tragen und um die neue Flexibilität beim Kinderbetreuungsgeld nicht zu konterkarieren, muss auch die frühkindliche Kinderbetreuung in Krabbelstuben in ein Gratisangebot einbezogen werden.

"Wer Kinder fördern, Familien entlasten und Frauen eine verbesserte Position in der Arbeitswelt verschaffen will, darf nicht nur den Besuch des Kindergartens beitragsfrei gestalten, sondern muss auch den beitragsfreien Besuch einer Krabbelstube ermöglichen!" schließt Ackerl. "Und wem die spürbare Entlastung der Familien ein wirklich ernstes Anliegen ist, der muss darüber hinaus ein Gratis-Mittagessen zur Verfügung stellen!"

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