Gewalt gegen ältere Menschen zum Thema machen

Konferenz "Breaking the Taboo" im Wiener Rathaus

Wien (Rotes Kreuz) - Gewalt hat viele Gesichter: es sind die klassischen Schläge, aber auch Beschimpfungen, das nicht Sprechen oder Vernachlässigung womit ältere Menschen, die zu Hause gepflegt werden, zu kämpfen haben. Wie die einzelnen Formen von Gewalt zu erkennen sind und wie man als Pfleger oder Betreuer konkret reagiert, haben wir in dem Projekt ‚Breaking the Taboo’ erarbeitet", sagt Monika Wild, Rotkreuz-Expertin für Pflege und Betreuung.

Die meisten Statistiken nennen bei Gewalt gegen ältere Menschen eine Rate von bis zu zehn Prozent und vermuten eine hohe Dunkelziffer. Etwa 60.000 Menschen in Österreich nehmen mobile Pflege- und Betreuungsdienste in Anspruch, rund 20.000 Personen arbeiten in diesem Bereich. "Häufig sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mobilen Pflege und Betreuung die einzigen, abgesehen von Familienmitgliedern, die Zugang zu älteren Menschen haben. Sie sind in einer wichtigen Schlüsselposition", so Wild weiter.

Die Konferenz "Breaking the Taboo" findet am 18. März im Wiener Rathaus statt. Sie bildet den Abschluss des internationalen Projektes im Rahmen des DAPHNE II Programms, an dem sich sieben europäische Länder beteiligten. Weitere wichtige Schritte sind die Fortführung der Vernetzungsarbeit mit Opferschutzorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene, sowie eine spezielle Fortbildung für Mitarbeiter der mobilen Pflege und Betreuung zu entwickeln.

Die Frauenabteilung der Stadt Wien förderte das Projekt und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger wird die Konferenz eröffnen. Zeitgleich finden in Finnland, Italien und Polen "Breaking the Taboo"-Konferenzen statt.

Ort: Wiener Rathaus, Wappensaal
Zeit: 18. März 2009, 09:00 bis 17.00 Uhr

Vertreter der Medien sind herzlich zur Konferenz eingeladen.

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