ARBÖ: "Stoppt die Gigaliner" - Riesen Lkw verschlimmern Ausweich-Transit über Brenner

Schweiz als Nicht-EU-Land kann auf "Zeitschinden" setzen

Wien (OTS) - Sollte die EU den Weg frei geben für Riesen-Trucks, braut sich für speziell für Tirol ein echtes Problem zusammen: "Der Ausweichverkehr von der Schweiz nach Österreich würde mit hoher Wahrscheinlichkeit enorm zunehmen, Tirol von noch mehr Transitverkehr überrollt werden als bisher", warnt der geschäftsführende ARBÖ-Vizepräsident Dr. Herbert Grundtner. Der ARBÖ wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen die Zulassung dieser Riesen-LKW und hat Anfang März die Kampagne "Stoppt die Gigaliner" mit Infos gestartet. Dabei wird die Möglichkeit zum Mitbestimmen über ein Online-Voting (www.arboe.at) geboten.

Der Grund: Die EU kann die Riesen-LKW nur in EU-Staaten frei geben. Als Nicht-EU-Land kann sich die Schweiz besser dagegen wehren und ihnen die Durchfahrt verwehren. Der Bundesrat in der Schweiz hat die Zulassung von Mega-Trucks bereits abgelehnt. "Ob der Widerstand der Eidgenossen auf Dauer zu halten ist, ist fraglich. Aber ein Zeitschinden der Eidgenossen ist sehr wahrscheinlich, zumal sie sich in der Vergangenheit bereits sehr lange gegen die 40-Tonnen-schweren Lkw gesträubt haben."

Für Tirol wäre das eine Katastrophe. Immer mehr Ausweichverkehr aus der Schweiz würde - zumindest vorübergehend - verstärkt über Tirol wälzen und die Transit-Lawine massiv über den Brenner rollen", warnt der ARBÖ.

Bisherige Gegenargumente des ARBÖ gegen die überlangen (25,25 statt 18,75 Meter) und überschweren (60 statt 40 Tonnen) Monster-Trucks: Sie sind eine enorme Gefahr für die Verkehrssicherheit (Unfallschwere nimmt zu, jetzt schon jeder sechste Verkehrstote durch schwere Lkw, Anhalteweg länger, Probleme in Tunnels und auf Baustellen, besonders in den 15 Autobahntunnels mit Gegenverkehr, prekäre Situation bei Bränden). Die Staugefahr steigt (längere Überholvorgänge speziell bei "Elefantenrennen", Probleme bei Bergung nach Unfällen oder nach Hängen bleiben auf Schneestraßen, eigener Bergepanzer ist dafür nötig). Weiters vervielfacht sich die Transitlawine auf Österreichs Straßen, da sich Gütertransport über Straßen pro Lkw verbilligt, werden Güter von Schiene auf die Straßen rückverlagert, der Brennerbasis-Tunnel würde zum Milliardengrab. Milliardenschwere Investitionen in Autobahnen wären außerdem erforderlich (allein für Brücken müssten in ganz Europa 46 Mrd. Euro investiert werden und zusätzliche 786 Mio. Euro für den Erhalt der Autobahnen).

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