Konferenz in Wien beschäftigt sich mit Gewalt im Alter

Frauenberger eröffnet Konferenz "breaking the taboo"

Wien (OTS) - Gewaltbeziehungen und häusliche Gewalt enden nicht
mit dem Erreichen eines bestimmten Alters, sondern bleiben häufig bis ins hohe Alter bestehen. "Oft eskaliert die Gewalt in langjährigen Beziehungen durch Erkrankungen oder durch gravierende Veränderungen der Lebensbedingungen wie etwa Pensionierungen. Und die Erfahrungen der Wiener Opferschutzeinrichtungen zeigen, dass die Trennung aus einer Gewaltbeziehung mit zunehmendem Alter immer schwieriger wird. Gründe dafür sind oft zunehmende Abhängigkeiten, körperliche Einschränkungen, unzureichende materielle Absicherung oder zunehmende soziale Isolation", erklärt am Montag Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.****

Am kommenden Mittwoch wird sich eine Konferenz in Wien unter dem Titel "Breaking the Taboo" mit dem Thema Gewalt gegen ältere Frauen in der Familie beschäftigen. Es ist die Abschlusskonferenz eines gleichnamigen EU-Projekts, das im Rahmen des Programmes Daphne II der Generaldirektion für Justiz, Freiheit und Sicherheit durchgeführt und u.a. aus Mitteln der Europäischen Kommission und der MA 57, Frauenabteilung der Stadt Wien, finanziert wird. Das Projekt wird in Österreich, Finnland, Italien und Polen durchgeführt. Für die Gesamtkoordination ist das Österreichische Rote Kreuz, Gesundheit und Soziale Dienste verantwortlich.

Die Konferenz richtet sich an MitarbeiterInnen und ManagerInnen von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialbereichs sowie des Gewaltschutzbereichs, Ausbildungsorganisationen in diesen Bereichen, VertreterInnen der öffentlichen Verwaltung und HausarztInnen. Auch VertreterInnen der Medien sind herzlich willkommen.

Wien macht das Thema Gewalt gegen ältere Frauen zum Thema

Frauenstadträtin Frauenberger freut sich, dass diese Konferenz in Wien stattfindet. "Gewalt im Alter ist ein wichtiges Thema, das lange tabuisiert wurde. Wir haben in Wien daher unser Augenmerk auch auf diese spezielle Form der Gewalt gerichtet. Auf meine Initiative hin hat die MA 57 (Abteilung für Frauenangelegenheiten) bereits vor einem Jahr eine Arbeitsgruppe zum Thema häusliche Gewalt gegen ältere Frauen eingerichtet", so Frauenberger. In der Arbeitsgruppe sind Institutionen aus dem Opferschutzbereich, Institutionen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich und die Bundespolizeidirektion Wien vertreten.

Ziele der Arbeitsgruppe sind u.a. die Anpassung der vorhandenen Gewaltschutzkonzepte an die besonderen Bedürfnisse älterer Frauen, der Aufbau von neuen Kooperationen oder das Aufzeigen von Betreuungs-und Interventionslücken.

o Bitte merken Sie vor: Konferenz "Breaking The Taboo" Ort: Wiener Rathaus, Wappensaal Zeit: 18. März 2009, 09:00 bis 17.00 Uhr Eröffnung durch Stadträtin Frauenberger: 9 Uhr o Anmeldung: anna.schopf@w.roteskreuz.at

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