ÖJC ruft zur Einhaltung der journalistischen Ethik auf

Wien (OTS) - Der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), Fred Turnheim hat heute, zu Beginn des Fritzl-Prozesses in St. Pölten, alle in- und ausländischen Journalisten zu einer objektiven und humanistischen Berichterstattung unter besonderer Berücksichtigung der berechtigten Schutzinteressen der Opfer aufgerufen. "Ich ersuche dringend alle Kolleginnen und Kollegen, die Würde der schwer geprüften Opfer nicht zu verletzten und die Regeln der journalistischen Ethik zu beachten", sagt ÖJC-Präsident Fred Turnheim. Der ÖJC bittet alle Medienunternehmer, Chefredakteure und Ressortleiter an die Reporter keine Aufträge zu erteilen, die die Menschenrechte von Opfern und Täter verletzten. Geschäftemacherei auf Kosten der Betroffenen dient nicht der objektiven Berichterstattung über diesen tragischen Fall.

Auch der Versuch, die Schulden des mutmaßlichen Täters durch "Honorare" von Medienunternehmen für Interviews und/oder Fotos des Täters zu reduzieren, widerspricht der Ethik des Journalismus und wird daher vom ÖJC verurteilt, betont Turnheim.

Der ÖJC ersucht alle Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland um Informationen, wenn sie wegen Einhaltung der Ethik-Regeln selbst Repressionen durch ihre Medienunternehmen ausgesetzt werden. "Wir werden alles tun, um diesen Kolleginnen und Kollegen zu helfen, egal ob Sie Mitglieder des ÖJC sind - oder nicht", sagt der ÖJC-Präsident abschließend in einer Aussendung des ÖJC, heute, Montag.

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