Wiener Konjunkturpaket - SP-Ekkamp: 11- Millionen-Investitionsschub für die "Ustraba" beschlossen

Stationen unter dem Südgürtel werden umfassend saniert - Aufträge vorwiegend an KMUs - Stadt-Wirtschaftspolitik macht "Nägel mit Köpfen"

Wien (SPW-K) - Für die Wienerinnen und Wiener war sie ein Vorgriff auf das U-Bahnnetz - Wiens Unterpflasterstraßenbahn, von der Bevölkerung der Einfachheit halber stets als "Ustraba" bezeichnet. Mit dem Projekt sollte im Zeitalter des rasant zunehmenden Autoverkehrs in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Entlastung des Individual- und eine Beschleunigung des öffentlichen Tramverkehrs erreicht werden. Zwei relativ lange Streckenabschnitte wurden errichtet: Der erste zwischen der Operngasse (Secession) und der Alser Straße auf der so genannten "Zweierlinie" (Eröffnung 1966), der zweite unter dem Südgürtel zwischen Eichenstraße und den beiden Ästen bis Südtiroler Platz bzw. Laurenzgasse (Inbetriebnahme 1969). Die Eröffnung beider Streckenabschnitte wurde mit großen Feiern begangen, Tausende Menschen säumten damals die jeweiligen Tunnelausfahrten bzw. die unterirdischen Stationen. Inzwischen ist die "Ustraba" auf der Zweierlinie Geschichte, verkehren doch in diesem für den U-Bahnbetrieb adaptierten Streckenabschnitt seit 1980 die Züge der U-Bahnlinie U 2. Die Ustraba im Südgürtelbereich erfreut sich jedenfalls bei den Fahrgästen nach wie vor - nicht zuletzt wegen der dort verkehrenden vier Straßenbahnlinien 1, 6, 18 und 62 sowie die Lokalbahn Wien-Baden - regen Zuspruchs.

Nach vier Jahrzehnten Betrieb sind die Stationen funktionstechnisch und optisch in die Jahre gekommen. Eine umfassende Sanierung ist deshalb ins Auge gefasst. Diese soll rasch, nämlich noch im heurigen Herbst, in Angriff genommen werden. Möglich macht dies die aus dem jüngsten Wiener Konjunkturpaket dafür zur Verfügung gestellte Summe von rund 11 Millionen Euro. Den Beschluss darüber fasste heute, Freitag, der Finanzausschuss des Wiener Gemeinderates "Dieses Vorhaben ist einmal mehr ein Beweis, dass die Stadtregierung auch und vor allem in wirtschaftlich besonders schwierigen Zeiten Nägel mit Köpfen macht. Die Investition kommt vor allem Klein- und Mittelbetrieben direkt zugute, damit werden zahlreiche Arbeitsplätze hauptsächlich im Bau- und Baunebengewerbe gesichert", stellte dazu der Vorsitzende des Stadtwerke-Ausschusses des Wiener Gemeinderates, SP-Gemeinderat Franz Ekkamp, in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien fest.

Durch das Vorhaben, so Ekkamp weiter, würde zudem die Infrastruktur der Wiener Linien verbessert, für die Anrainer der Ustraba wie insgesamt für die Fahrgäste durch mehr Komfort ein Anreiz zur noch intensiveren Benützung der Öffis geschaffen. Mit der Errichtung des Liftes in der Station Blechturmgasse würde dann der barrierefreie Zugang zur Ustraba ermöglicht. Eine optisch freundliche Ausgestaltung durch neue Fließen, mehr Licht sowie modernste Orientierungssysteme nach dem Vorbild der U-Bahn würde den Fahrgästen ein neues, U-Bahn ähnliches Feeling vermitteln, strich Ekkamp die weiteren Vorzüge der Maßnahme hervor. "Die Wiener SPÖ und die Stadtregierung halten bei ihren Versprechen, gerade auch und vor allem in stürmischen Wirtschaftszeiten durch gezielte zusätzliche starke Konjunkturmaßnahmen mit aller Kraft gegen die Krise zu kämpfen, nachweislich Wort", schloss Ekkamp. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Franz Schäfer
Tel.: (01) 4000-81923

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10005