Arbeitsmarktpaket - SP-Bacher-Lagler: "Wien kämpft um jeden Arbeitsplatz!"

Das Wiener Arbeitsmarktpaket heute im Finanzausschuss: Stadt und Bund mobilisieren zusätzlich 33 Mio Euro

Wien (SPW-K) - Im Finanzausschuss des Wiener Gemeinderats steht heute die Dotierung in Höhe von zehn Millionen Euro auf der Tagesordnung, die Wien zusätzlich zu jenen 58 Millionen Euro einsetzt, die dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) 2009 regulär zur Verfügung stehen. Gemeinsam mit den zusätzlichen 23 Millionen Euro des Arbeitsmarktservice (AMS) ergreift Wien damit weitere zielgerichtete Maßnahmen gegen die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise. "Damit stehen im Jahr 2009 in Wien von Stadt und Bund 33 Millionen Euro mehr für die Unterstützung der Wiener ArbeitnehmerInnen zur Verfügung", freut sich Gemeinderat Norbert Bacher-Lagler, Vorstandsvorsitzender des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff).

"Der waff verfügt damit - als in Österreich einzigartige Einrichtung für die Begleitung der beruflichen Entwicklung der WienerInnen - über wichtige zusätzliche Mittel, die vor allem für die Förderung der Wiener Jugendlichen, den Ausbau der Arbeitsstiftungen und die Einführung der Bildungskarenz plus eingesetzt werden", betont Bacher-Lagler. "Damit kümmern wir uns mit maßgeschneiderten Maßnahmen um jene Menschen, die in besonderer Weise vom Wirtschaftsabschwung betroffen sind."

Effiziente Maßnahmenpalette für Jugendliche

Wie die Arbeitsmarktdaten belegen, geht die Krise vor allem zu Lasten der Jungen. "Die Situation für junge Menschen ist mit einem Flaschenhals vergleichbar. Es mangelt den Jugendlichen am Beginn ihrer Berufskarriere verständlicherweise an Berufserfahrung, deshalb schaffen sie den Berufseinstieg gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nur schwer", erklärt Bacher-Lagler. Aus diesem Grund stocke Wien gemeinsam mit dem AMS die Plätze in der überbetrieblichen Lehrausbildung von 3.500 auf 3.750 auf und wendee dafür 550.000 Euro auf.

Eine Innovation sei die Maßnahme "Meine Chance", die gemeinsam mit dem AMS eingerichtet werde. "Viele Jugendliche haben in der Schule oder in der Lehrausbildung Schwierigkeiten und brechen diese ab. Erst später - meist im Alter zwischen 18 und 25 Jahren - geht ihnen der sprichwörtliche Knopf auf und sie möchten den Lehrabschluss oder einen Fachschulabschluss nachholen", so Bacher-Lagler. "Der waff gibt ihnen mit dem Programm "Meine Chance" die Gelegenheit, Arbeitslosigkeit für ihre Weiterbildung zu nutzen und ihre Jobaussichten deutlich zu steigern." 2,7 Millionen Euro stelle Wien dafür zur Verfügung.

Wien vergesse aber auch nicht auf jene Jugendlichen, die trotz des guten sozialen Netzes nicht den Übergang in eine weiterführende Ausbildung oder eine Beschäftigung schaffen. "Sie laufen Gefahr, dauerhaft aus dem Arbeitsmarkt zu fallen - sie sind sogenannte "Drop-Outs". In den nächsten Monaten wird deshalb ein Konzept für die Unterstützung dieser Jugendlichen entwickelt, das alle unterschiedlichen Institutionen einbezieht, die mit Jugendlichen zu tun haben. Es geht darum, die bereits bestehenden Strukturen effizient zu nützen und passgenaue neue Instrumente zu entwickeln, um die Jugendlichen niederschwellig zu unterstützen", so Bacher-Lagler. Dafür habe Wien rund 2,3 Millionen Euro reserviert, die Maßnahme werde gemeinsam mit dem AMS umgesetzt.

Krisenfeuerwehr Arbeitsstiftungen

"Eine besonders wichtige Funktion in Krisenzeiten nehmen die Arbeitsstiftungen als arbeitsmarktpolitische Krisenfeuerwehr ein", erläutert Norber Bacher-Lagler. "Der waff erhöht deshalb die Kapazität seiner bestehenden Stiftungen von 300 auf 1000 Plätze." Darüber hinaus wird der Zugang zu Stiftungen für kleinere und mittlere sowie für finanzschwache Unternehmen erleichtert. "Damit gibt es nun ein abgestuftes Angebot, das die Stiftungsbeiträge je nach Größe und Finanzkraft der Betriebe ermittelt und so Betrieben und ArbeitnehmerInnen effizient helfen kann", so Bacher-Lagler. Wien investiere dafür zusätzliche 3,46 Millionen Euro.

Bildungskarenz plus: Weiterbilden statt kündigen!

Um Betrieben auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Möglichkeit zu geben, ihre Beschäftigten zu halten und sie weiterzubilden, führt Wien die Bildungskarenz plus ein. "Betriebe, die mit ihren MitarbeiterInnen eine Bildungskarenz vereinbaren und gezielt in deren Aus- und Weiterbildung investieren, können von der Bildungskarenz plus profitieren und eine Förderung des waff erhalten", stellt der waff-Vorstandsvorsitzende das neue Modell vor. "Damit bieten wir den Wiener Betrieben einen Anreiz, Kündigungen zu vermeiden." Die Bildungskarenz plus werde von der Stadt Wien mit rund einer Million Euro unterstützt.

"Mit dem Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpaket verstärkt Wien den Schutzwall für die Wiener Arbeitsplätze, um der Krise am Arbeitsmarkt zielgerichtet zu begegnen", ist Norbert Bacher-Lagler überzeugt. "Gemeinsam mit dem AMS und den Sozialpartnern werden wir unter besonderem Einsatz von Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Renate Brauner diese weltweit schwierige Situation meistern. Dass das Paket vom waff-Kuratorium und vom waff-Vorstand einstimmig beschlossen wurde, unterstreicht, auf welch breiter Basis diese Maßnahmen für den Wiener Arbeitsmarkt stehen." (Schluss)

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