Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Wenn wir es nicht besser wüssten (von Claudia Grabner)

Ausgabe 12. März 2009

Klagenfurt (OTS) - Wenn wir, die wir offensichtlich die beamtete Na-dürfens-denn-das-Mentalität im Blut haben, es nicht besser wüssten: Wir könnten sie schlichtweg nicht fassen - die Perversion, die uns am heutigen 100-Tage-Jubiläum der rot-schwarzen Neuauflage entgegenschlägt. Nicht die Diskussion um eine Steuerreform (generell mit regierungssprengendem Potenzial), nicht einmal die Wirtschaftskrise inklusive Arbeitslosenexplosion, milliardenschwerer Bankenpakete und täglich neuen Kurzarbeits-Hiobsbotschaften hat bislang auch nur ansatzweise den koalitionären Dauerhoneymoon gestört. Da brauchte es schon eines Problems ordentlicheren Kalibers. Das hat denn auch die Unterrichtsministerin geliefert: Ihre Forderung nach einer Zwei-Stunden-Arbeitszeitverschiebung für unsere Lehrer ließ es erstmals ernsthaft krachen im SPÖ-VP-Hause. Womit auch schon alles gesagt wäre. Österreich - fast könnte man neidisch werden auf die Sorgen, die diese Alpenrepublik lähmen. Wenn wir nicht Teil von ihr wären und wüssten, was Sache ist ...

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