Bayr "Mit der Menge und Qualität des Rohstoffs Wasser verantwortungsvoll umgehen"

"Ein Bündel von Maßnahmen notwendig, um bis 2015 guten Zustand der Gewässer zu erzielen"

Wien (SK) - "Eine Milliarde Menschen weltweit sind ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dieses Problem wird sich durch den Klimawandel, die Zunahme der Bevölkerung, aber auch durch Verschwendung und Verschmutzung in den nächsten Jahren vermutlich noch verstärken", betonte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung am Mittwoch im Nationalrat. In den nächsten Jahren würden, so Bayr, viele Millionen Menschen aufgrund von Wassermangel in akute Lebensgefahr geraten. "Österreich hat Glück und ist mit Wasser qualitativ und quantitativ sehr gut ausgestattet", so Bayr und führte weiter aus, dass es daher den Menschen und Betrieben immer wieder ins Bewusstsein gerufen werden müsse, sorgsam damit umzugehen. ****

"Wir müssen mit der Menge und der Qualität des Rohstoffs Wasser sorgsam umgehen. Wasser ist die Basis für gesundes Leben und Gewässer sind wichtig für die Regeneration. Daher müssen wir auch ständig das Bewusstsein der Betriebe und der Bevölkerung schärfen", unterstrich die SPÖ-Umweltsprecherin. Es sei daher, so Bayr, noch ein Bündel von Maßnahmen notwendig, um bis 2015 einen ökologisch, chemisch und mengenmäßig guten Zustand der Gewässer zu erzielen. Bayr kritisierte die "Säumigkeit" des Lebensministeriums in punkto des Entwurfes eines nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans. Dieser sei, so Bayr, bis Dezember 2008 fällig gewesen, nun erst für kommenden April angekündigt und könne daher erst im Dezember 2009 verabschiedet werden.

Österreich sei durch die Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet, die Beteiligung aller interessierten Stellen zu fördern und durchzuführen. Diese Beteiligung sei, so Bayr "eine Hol- und Bringschuld" und die Partizipation der Zivilgesellschaft "ein wichtiges Instrument um Verbündete für die eigene Zielsetzung zu gewinnen". Man dürfe die Beteiligung auch nicht als Bürde sehen, sondern als Chance betrachten, da "immer alle eingeladen sein sollten, sich am Gemeinwohl zu beteiligen". Auch ein Umweltverträglichkeitsgesetz dürfe man, so Bayr, nicht als Behinderungs-, sondern als Beteiligungsinstrument sehen. Bayr sprach sich vor dem Hintergrund, dass der Staat Menschen verstärkt einladen solle, zu partizipieren, auch dafür aus, die dritte Säule der Aarhus-Richtlinie im österreichischen Recht zu implementieren. Schließlich hätten wir die Aarhus-Richtlinie dort noch nicht umgesetzt, "wo es darum geht, dass Menschen auch Zugang zu Gericht finden sollten". (Schluss) sv

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