Faul: Brauchen soziales Schulsystem, wo nicht nur Eliten weiterkommen

"Lehrer wurden zum Spielball gemacht"

Wien (SK) - Im Rahmen der bildungspolitischen Debatte im Nationalrat, am Mittwoch, kritisierte der SPÖ-Abgeordnete Christian Faul jene Abgeordnete, die die Reformen der Ministerin nicht unterstützen wollen oder die LehrerInnen "zum Spielball" gemacht haben, wie etwa Martin Graf von der FPÖ. "Meine LehrerInnen wollen einen Beitrag leisten, das unser Schulsystem kindgerechter wird. Die einzige Bitte ist, dass die Leistung, die sie freiweillig bringen wollen, in den Schulen bleibt zur Qualitätssicherung", erklärte der SPÖ-Abgeordnete, selbst Direktor. Er wünschte Schmied alles Gute "auf dem Weg zu einer qualitätvollen Schule, zu einem sozialen Schulsystem, wo nicht nur die Eliten weiter kommen, sondern auch die Ärmeren und die Schwächeren in unserer Gesellschat gefördert werden, weil wir sie zukünftig auch brauchen". ****

Kritik fand Faul für die starre Haltung des ÖVP-Bildungssprechers Amon: "Ihre Ziehmutter ist die ehemaliger Ministerin Gehrer. Sie würden das Bildungssystem auch immer noch loben, wenn es am Rande des Abrunds stehen würde." Vom Finanzminister, der genau gewusst hätte, welche Folgen sein Budgetansatz mitsich bringen würde, hätte er, Faul, sich eine andere Haltung erwartet. Bundeskanzler Werner Faymann hätte sich hingegen hinter die Bildungsministerin gestellt und ihren Kurs unterstützt. Pröll hätte einfach nur Schmied die Schuld zugewiesen.

Faul berichtet auch von erhaltenen Anrufen von VertreterInnen der Industriellen Vereinigung, der Wirtschaftskammer, ÖVP-nahen Gewerkschaften und Bürgermeistern, die alle ihre Unterstützung für Schmied ausgesprochen haben. "Weil sie einfach wissen, dass die geänderte Gesellschaft, auch geänderte Formen des Unterrichts anbieten muss", so Faul in Richtung Amon. Beim Ganztägigen Kindergarten habe man nie gestritten. Wenn die Lehrer ganztägig bei den Schülern sein sollen, sei man plötzlich so weit auseinander.

Kritik gab es von Faul auch für Martin Graf von der FPÖ. Es sei "fatal", dass sein Interesse nicht den Kindern gelte, sondern sich nur an dem parteipolitische "Geplänkel" orientiere: wer vertritt die Lehrer und wer nicht. "Sie haben die LehrerInnen damit zum Spielball gemacht", so Faul. (Schluss) df

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