Amon: Es ist richtig, in die Bildung zu investieren

ÖVP-Bildungssprecher: "Ressortminister müssen die richtigen Schwerpunkte setzen"

Wien (ÖVP-PK) - "Laut Medienberichten beträgt das Bildungsbudget für das Jahr 2009 insgesamt 7,2 Milliarden Euro, das wären 390 Millionen Euro mehr als im Jahr 2008. Im Jahr 2010 soll der Betrag um weitere 55 Millionen Euro steigen", zitierte ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA heute, Mittwoch, aus dem Dringlichen Antrag der Grünen. "Und es ist richtig, in die Bildung zu investieren", dankte Amon in seinem Debattenbeitrag Finanzminister Pröll für die gute Dotierung des Bildungsbudgets. ****

"Aber so einfach kann man es sich nicht machen, die Maßnahmen aller Ressorts dem Finanzminister anzulasten. Denn es ist zwischen Bundeskanzler und Vizekanzler ausdrücklich ausgemacht, über ein Globalbudget zu verhandeln. Und somit ist es Aufgabe der Minister, in ihren Ressorts die richtigen budgetären Schwerpunkte zu setzen", betonte Amon.

Zu aktuellen Bildungsdebatte stellte Amon klar, dass es im normalen Arbeitsrecht in der Privatwirtschaft undenkbar wäre, dass der Arbeitgeber einseitig die Arbeitszeit verlängert. "Und auch wenn der Bundesgesetzgeber die Arbeitszeit verlängern wollte, bräuchte er zur Umsetzung die Sozialpartner. Das muss in gleichem Maße auch für den öffentlichen Dienst gelten."

Einer Solidarleistung der Lehrerinnen und Lehrer werde sich niemand entziehen, "wenn sie in ein Gesamtkonzept eingebettet ist und wir in dramatischer Situation sind", fuhr Amon fort. "Die Bundesregierung bemüht sich, die Arbeitslosigkeit so niedrig wie möglich zu halten. Für die Ermöglichung von Kurzarbeit wird viel Geld in die Hand genommen. Nun liegt aber bezüglich der Situation im Bildungsbereich ein Konzept vor, das das genaue Gegenteil bewirken würde: wenn bei gleicher Unterrichtszeit, bei unveränderten Lehrplänen jeder Lehrer um zwei Unterrichtsstunden länger unterrichtet, haben wir im Bund 10.000 Lehrerinnen und Lehrer zu viel. Aber wir wollen doch die Arbeitslosigkeit vermeiden, statt sie zu produzieren", so Amon.

Natürlich gebe es auch in unserem Bildungssystem da und dort Probleme, räumte Amon ein. "Aber es stört mich, dass das österreichische Bildungssystem so schlecht geredet wird. Ich lehne es kategorisch ab, aus internationalen Vergleichsstudien Schlüsse abzuleiten, die nicht zulässig sind. Aus einer eintägigen Überprüfung von Kindern eines Jahrganges in drei Fächern eine Systemdiskussion abzuleiten, ist völlig verfehlt."

"Und wenn wir in den letzten zwei Jahrzehnten bei allen europäischen Vergleichen immer unter den drei besten Ländern waren, so muss das auch mit unserem Bildungssystem zu tun haben. Denn es ist die Aufgabe des Bildungssystems, die Menschen gut auf die Arbeitswelt vorzubereiten", ist Amon überzeugt.

"Wir sollten den Lehrerinnen und Lehrern in einer Zeit, da die Kinder immer schwieriger werden, mehr Rückhalt geben. Sie haben das Wertvollste unseres Landes an der Hand - die Jugend. Deshalb ist es völlig falsch, Konflikte auf dem Rücken der Lehrerinnen und Lehrer auszutragen. Es geht nicht um eine Solidarmaßnahme in der Wirtschaftskrise sondern um die Frage, wie die Bundesministerin mit ihrem Budget zu Rande kommt", sagte Amon und appellierte abschließend an alle, sich an einen Tisch zu setzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.
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