Schönborn: Steuerreform "wichtiger Schritt in die richtige Richtung"

Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz dankt Bundeskanzler und Vizekanzler für die spürbare steuerliche Entlastung der Gläubigen, die Steuern zahlen und Kirchenbeiträge leisten

Innsbruck, 11.3.09 (KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat sich am Rande der Frühjahrsvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz in Innsbruck positiv zur am Mittwoch beschlossenen Steuerreform geäußert. "Angesichts der großen Herausforderungen ist die Steuerreform ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz im Gespräch mit "Kathpress". Besonders die steuerliche Unterstützung für Familien mit Kindern seien mit Blick auf die Zukunft der Gesellschaft, insbesondere deren demografischen Entwicklung "höchst notwendig und gerecht".

Im "Kathpress"-Gespräch erinnerte Kardinal Schönborn daran, dass sich die Bischofskonferenz schon seit Jahren für die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden eingesetzt hat. "Durch das neue Gesetz unterstützt der Staat die Solidarität seiner Bürgerinnen und Bürger mit den Schwächsten in der Gesellschaft. Aus christlicher Sicht ist diese Solidarität Ausdruck der praktizierten Nächstenliebe", sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Besonders erfreut zeigte sich Kardinal Schönborn über die Verdoppelung der steuerlichen Absetzbarkeit des Kirchenbeitrags: In Zukunft sind 200 Euro Kirchenbeitrag absetzbar. Ausdrücklich dankte der Kardinal sowohl Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Josef Pröll für die spürbare steuerliche Entlastung jener rund 3,7 Millionen österreichischen Katholiken, die regelmäßig den Kirchenbeitrag entrichten. Kardinal Schönborn betonte, dass "durch den Kirchenbeitrag, den Katholiken, Evangelische und Altkatholiken zahlen, viele kirchliche Leistungen in den Bereichen Seelsorge, Bildung, Soziales, Denkmalpflege, Kultur getragen werden, die für die Gesellschaft sehr wichtig sind und allen Menschen in diesem Land zu Gute kommen".

Die Österreichische Bischofskonferenz hatte sich in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Steuerreformgesetzes für die steuerliche Absetzbarkeit sowohl von Spenden als auch des Kirchenbeitrags ausgesprochen. (ende)
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