Mayer zu Reformen im Bildungsbereich: "Müssen jetzt den zweiten Schritt setzen und diese entsprechend finanzieren"

"ÖVP hat Finanzminister und damit die Macht des Geldes"

Wien (SK) - "Alle haben die Maßnahmen von Frau Minister Schmied begrüßt, die kleineren Klassen, kleinere Gruppen, bessere Sprachförderung, bessere Lehrerausbildung. Nun müssen wir auch den zweiten Schritt setzen und diese Maßnahmen entsprechend finanzieren", betonte SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer am Mittwoch im Nationalrat. Man müsse, so Mayer, die fehlenden ca. 500 Millionen Euro, die zur Umsetzung der Maßnahmen benötigt würden, irgendwie finanzieren. "Und hier sind wir beim Budget 2009/2010", so Mayer, der weiter ausführte, dass Finanzminister, Vizekanzler Josef Pröll die budgetären Mittel zur Verfügung stellen solle. Sei dies budgetär nicht möglich, könne man, so Mayer, zumindest vorübergehend die Struktur ändern. ****

"Wenn dies auch nicht möglich ist, muss man schauen, wie es anders geht und hier ist die Fraktion der ÖVP eingeladen. Sie haben den Finanzminister, Sie haben die Macht des Geldes. Was sind Ihre Maßnahmen dazu? Diese Antwort erwarte ich heute von Ihnen," so der SPÖ-Bildungssprecher in Richtung des Koalitionspartners. "Wenn wir in der Bildung etwas bewegen wollen, so tun wir gut daran die engagierten Lehrer zu unterstützen", betonte Mayer und kritisierte das Bild, das BZÖ-Stadler von den LehrerInnen gezeichnet hatte: "Ich kenne viele Lehrer und weiß, dass der überwiegende Teil Idealisten sind, die wirklich etwas bewegen wollen."

Mayer hob hervor, dass die LehrerInnen Maßnahmen wie bessere Frühförderung, die Bekämpfung der sozialen Auslese und verbesserte Lehrerausbildung nicht umsetzen, sondern nur Misstände aufzeigen könnten. "Dafür ist die Politik zuständig", unterstrich der SPÖ-Bildungssprecher, der sich außerdem dafür aussprach die Dienstrechtsreform vorzuverlegen. "Man muss sofort damit beginnen", so Mayer, der daran erinnerte, dass in den nächsten zehn Jahren 60.000 der insgesamt 120.000 in Österreich tätigen LehrerInnen in Pension gehen würden. Mayer kritisierte das geringe Einstiegsgehalt von JunglehrerInnen und betonte, dass "man hier den Hebel ansetzen müsse". Wenn man die Maßnahmen längerfristig sehen würde, so Mayer, dann seien diese auch finanzierbar und man müsse gemeinsam einen Weg finden um die nächsten 2 bis 3 Jahre zu überbrücken. (Schluss) sv

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