"KURIER"-Kommentar von Magdalena Rauscher-Weber: "Zeichen setzen"

Lehrer haben einen Ganztags-Job. Sie könnten nachmittags protestieren.

Wien (OTS) - Lehrer arbeiten wesentlich mehr als die 20, 22
Stunden, die sie pro Woche unterrichten. Das weiß jeder, der mit Schülern und Lehrern zu tun hat. Aber die Dienststellen-Versammlungen, in denen die Lehrer über die umstrittenen Pläne der Unterrichtsministerin beraten, finden in der Zeit statt, in der sie normalerweise in den Klassen stehen. Damit sind die Schüler betroffen und die Eltern (nicht in allen Schulen ist eine Betreuung der Kinder in dieser Zeit möglich).
Warum werden diese Versammlungen nicht am Nachmittag abgehalten? Damit könnten die Lehrer ein Zeichen setzen und der Öffentlichkeit vor Augen führen, dass sie nicht nur am Vormittag arbeiten, wie ihnen oft vorgeworfen wird. Und so nebenbei wäre es wahrscheinlich leichter, Verbündete zu finden.
Wer, wenn nicht die Eltern, sollte die Lehrer unterstützen? Werden Mütter und Väter vor den Kopf gestoßen, weil der Unterricht entfällt und sie nicht wissen, wohin mit den Kindern (auch wenn es nur um zwei Stunden geht), wird sich ihr Verständnis für die Sorgen der Lehrer möglicherweise in Grenzen halten. - Ganz abgesehen von den Job-Sorgen, die die Eltern vielleicht gerade selbst haben.

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