Steindl: Steuerreform bringt spürbare Entlastung für die Familien

Präsident des Katholischen Familienverbands Österreich weitgehend zufrieden mit Nationalratsbeschluss

Wien, 11.3.09 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreich (KFÖ) begrüßt die am Mittwoch vom Nationalrat beschlossene steuerliche Entlastung der Familien, fordert jedoch eine deutliche Erhöhung des Alleinverdienerabsetzbetrages. "Der im Parlament beschlossene Kinderfreibetrag, die Erhöhung des Kinderabsetzbetrages und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten stellen eine spürbare Entlastung für die Familien dar", so KFÖ-Präsident Clemens Steindl in einer Presseaussendung. Im Sinne der Wahlfreiheit müssten aber auch für die Alleinverdienerhaushalte deutliche Entlastungsschritte gesetzt werden.

Weiters bemängelt Steindl, dass von der steuerlichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten nur Familien profitieren würden, die ihre Kinder in Fremdbetreuung geben. Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, gingen leer aus. "Es wird immer Fälle geben, in denen es unmöglich ist, dass beide Eltern erwerbstätig sind. Etwa bei Mehrkindfamilien oder wenn sich die Eltern dafür entscheiden, ihr behindertes Kind oder den pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause zu betreuen", erklärt Steindl sein Eintreten für eine deutliche Anhebung des Alleinverdienerabsetzbetrages. Der Absetzbetrag solle vor allem für jene Familien erhöht werden, die zumindest ein noch nicht schulpflichtiges Kind, ein behindertes Kind oder einen Angehörigen ab der Pflegestufe drei zu Hause betreuen.

Das kolportierte 15. Gehalt würden durch die Steuerreform nur wenige Familie erhalten, so der KFÖ-Präsident. Möchte eine Familie die Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten in der Höhe von 2.300 Euro pro Jahr und Kind zur Gänze steuerlich geltend machen, müsste sie 192 Euro monatlich an Kindergartenbeitrag für ein Kind aufwenden. Erfreulicherweise sei der Kindergartenbeitrag in den meisten Bundesländern deutlich niedriger bzw. in der Steiermark, Niederösterreich und Kärnten kostenlos. Die Bundesländer Oberösterreich und Wien sollten ab Herbst 2009 folgen. Somit könne der Absetzbetrag in den meisten Fällen nicht voll ausgeschöpft werden.

Nach Berechnungen des Familienverbandes beträgt die durchschnittliche Entlastung für Familien mit Kindern unter Einbeziehung der 13. Familienbeihilfe aber immerhin - ohne Berücksichtigung der Tarifreform, von der jeder Lohnsteuerpflichtige profitiert - für ein Kind unter zehn Jahren etwa 700 Euro, für ein Kind über zehn Jahren etwa 350 Euro pro Jahr. Steindl: "Das ist eine deutliche Entlastung der Familien, wie sie in den vergangenen Jahren nicht in diesem Ausmaß stattgefunden hat." (forts.mgl.)
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