vida: "Klares Nein zum Lehrberuf Zimmermädchen"

Umfassende Ausbildung für Lehrlinge statt sinnlose Spezialisierung ohne Jobchancen

Wien (vida/ÖGB) - Die immer wiederkehrende Forderung der Wirtschaftskammer nach einem Lehrberuf "Zimmermädchen" wird von der Gewerkschaft vida dezidiert abgelehnt. Eine einseitige Ausbildung und noch größere Spezialisierung bei Lehrberufen im Tourismus sei weder sinnvoll noch das, was der Arbeitsmarkt langfristig verlangt.+++

"Ich glaube nicht, dass die Chance eines Jugendlichen auf einen guten Job besser wird, wenn er nur im Zimmerservice oder nur in der Rezeption ausgebildet wird", meint Robert Maggale, vida-Bundesfachgruppensekretär im Tourismusbereich. Der bestehende Lehrberuf Hotel- und GastgewerbeassistentIn (HGA) bietet bereits eine umfassende praktische und theoretische Ausbildung im Tourismus, eine Spezialisierung in einem Bereich würde nur in Konkurrenz zum HGA stehen und sei daher überflüssig.

Kritisch sieht er auch die von vielen Ausbildungsbetrieben gehandhabte Praxis, Lehrlingen nur das beizubringen, was unmittelbar im Betrieb benötigt wird, und große Teile des Berufsbildes "auszusparen". vida fordert die Ausbildung der Lehrlinge in allen Aufgabenbereichen, die das jeweilige Berufsbild vorsieht, eine Intensivierung der Fremdsprachenausbildung sowie eine Verstärkung der Ausbildung in den Bereichen Rhetorik, Marketing und Verkaufsgespräch.

ÖGB, 11. März 2009 Nr. 131

Rückfragen & Kontakt:

vida-Öffentlichkeitsarbeit
Ines Schmied
Tel: 01/54641-113
ines.schmied@vida.at
www.vida.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0005