Leitl: Ende der Diskriminierung für Selbständige bei 13./14. ist wichtige Ermutigung in schwierigen Zeiten

Höherer Unternehmerfreibetrag hilft zigtausenden Klein- und Kleinstbetrieben - mehr Tempo bei Umsetzung von Konjunkturpaketen nötig

Wien (PWK182) - "Mit dem grünen Licht für die Steuerreform wird endlich ein Schlussstrich unter die Benachteiligung von Selbständigen gegenüber Arbeitnehmern in puncto steuerbegünstigtes Jahressechstel gezogen", begrüßt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) das heutige Votum im Parlament über die Steuerreform 2009 und den 13./14.-Freibetrag für Unternehmer ab 2010. "Das ist gerade in dieser schwierigen Zeit ein wichtiges Signal der Ermutigung und Motivation für die Leistungsträger in unserem Land. Als Wirtschaftskammerpräsident sage ich allen Nationalräten, die an diesem Beschluss mitgewirkt haben, ein persönliches Dankeschön! Wir haben heute ein großes Stück mehr steuerliche Gerechtigkeit erreicht."

Derzeit ist das Jahreseinkommen von Selbständigen und Unselbständigen mit durchschnittlich 26.600 Euro brutto zwar praktisch gleich, netto gibt es jedoch für die Selbständigen aufgrund des steuerbegünstigten Jahressechstels eine Benachteiligung von durchschnittlich rund 1.300 Euro pro Jahr. Als Äquivalent zur Steuerbegünstigung des 13./14. Gehalts steigt nun für Unternehmer ab 2010 der Gewinnfreibetrag von derzeit 10 auf 13 Prozent, wobei der Abzug bei Gewinnen bis zu 30.000 Euro nicht an Investitionen gebunden ist.

Leitl: "Das bringt für zigtausende Klein- und Kleinstunternehmen, darunter viele Nahversorger, zusätzliche finanzielle Substanz in einer schwierigen Zeit. Und für potenzielle Gründer ist das eine zusätzliche Motivation, den Sprung in die Selbständigkeit tatsächlich zu realisieren."

Nach den aus Arbeitnehmersicht überaus positiven Lohnabschlüssen für 2009 und der Erhöhung der Familienförderung bedeute das heute beschlossene Vorziehen der Steuerreform auf 2009 einen weiteren wichtigen Beitrag zur Stärkung der Kaufkraft und damit der gesamten Wirtschaft, so der WKÖ-Präsident. "Es ist im ureigenen Interesse der Unternehmen, dass die Steuersenkungen rasch in der Geldbörse der Arbeitnehmer landen." Die Betriebe haben Verständnis dafür, die Gehaltsaufrollung bereits in den kommenden Wochen abzuwickeln. Die nun beschlossene Muss-Bestimmung wäre dafür aber nicht notwendig gewesen.

"Die Betriebe schauen auf ihre Mitarbeiter. Und wir als Wirtschaftskammer werden unseren Unternehmen zur Seite stehen und sie mit allen Mitteln unterstützen, damit sie die flächendeckende Auszahlung der Steuervergünstigungen rasch umsetzen können", so Leitl. (SR)

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