Gradauer: Steuerreform ist nur eine Tarifanpassung

Das System bleibt gleich und benachteiligt weiter unselbständig Erwerbstätige

Wien (OTS) - Diese sogenannte Steuerreform gehe zwar in die
richtige Richtung, da sie Entlastung für Familien und KMU’s bringe, komme aber ein Jahr zu spät, sei zu gering dotiert und sei darüber hinaus keine Reform, sondern nur eine Tarifanpassung. "Leider haben es ÖVP und SPÖ verabsäumt in den fetten Jahren, mit sprudelnden Steuereinnahmen zu sparen, um die notwendigen Reserven für eine vernünftige Steuerreform zu schaffen", stellte heute der freiheitliche Budgetsprecher NAbg. Alois Gradauer, stellvertretender FPÖ-Landesparteiobmann in Oberösterreich bei der Debatte zur Steuerreform im Parlament fest.

"Ein Blick auf die Einkommensentwicklung in Österreich zeigt, dass Volkseinkommen und Arbeitnehmerentgelte auseinander driften". So sei im Zeitraum von 2001 bis 2006 das Volkseinkommen um jährlich 4,3 Prozent gestiegen, die Arbeitnehmereinkommen hingegen nur um 2,8 Prozent. "Die jährlichen Einkommenszuwächse lagen 2000 bis 2005 immer unter der Inflationsrate", zeigte Gradauer auf.

"Obwohl die Unternehmensgewinne stärker gestiegen sind als die Löhne, sind die Einnahmen aus der Lohnsteuer höher als die aus der Gewinnsteuer. Laut WIFO ist die relative Entlohnung des Faktors Arbeit gesunken. Zwischen 1978 und 2001 um 7 Prozent, in den letzten sechs Jahren um 5,5 Prozent. Hier stimmt etwas nicht", stellt Gradauer fest und fordert mehr Mut und eine richtige Reform.

"Angesichts der äußerst schwierigen wirtschaftlichen Lage und drohender Horrorszenarien mit 600.000 Arbeitslosen bis Ende 2009 fordert die FPÖ die Regierung auf, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um entgegenzuwirken und fordert:
- Eine Verdoppelung der Summe der Reform um unselbständig Beschäftigte, Familien, KMU’s und Pensionisten wirkungsvoll zu unterstützen.
- Einen Einstiegssteuersatz unter 30 Prozent.
- Abschläge zu den Sozialversicherungsbeiträgen für die 2,7 Mio. Österreicher, die keine Lohnsteuer bezahlen.
- Eine jährliche Indexanpassung der Steuersätze um der kalten Progression entgegenzuwirken", so Gradauer abschließend.

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