VCÖ: Schritt in Richtung mehr Kostenwahrheit beim Lkw-Verkehr

VCÖ: Lkw verursachen in EU rund 300 Milliarden Euro an externen Kosten

Wien (OTS) - Das EU-Parlament hat heute beschlossen, dass in
Zukunft ein Teil der externen Kosten in die Lkw-Maut einbezogen werden dürfen. Der VCÖ begrüßt diesen Beschluss als erfreulichen Schritt in Richtung mehr Kostenwahrheit und damit mehr Effizienz im Güterverkehr. Negativ ist jedoch, dass die EU den Mitgliedsstaaten weiterhin verbietet, die gesamten externen Kosten des Lkw-Verkehrs einzubeziehen.

"Das EU-Parlament hat heute beschlossen, dass die durch Lärm- und Schadstoffe verursachten Schäden durch den Lkw-Verkehr endlich in die Lkw-Maut einbezogen werden dürfen. Damit kann Österreich die Lkw-Maut etwa um vier bis sechs Cent ab dem Jahr 2012 erhöhen. Das ist ein Erfolg für die Umwelt und vor allem für die transitgeplagten Anrainerinnen und Anrainer", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Kritik ist daran zu üben, dass die EU den Mitgliedsstaaten weiterhin verbietet, die gesamten externen Kosten des Lkw-Verkehrs zu verrechnen. Damit verhindert die EU die Umsetzung des erfolgreichen Schweizer Lkw-Mautmodells. Der VCÖ betont, dass Österreich durch eine gleich hohe Besteuerung von Diesel wie Benzin einen Teil der Kosten ausgleichen kann.

Der VCÖ weist darauf hin, dass alleine in Österreich die so genannten externen Kosten des Lkw-Verkehrs sieben Milliarden Euro betragen, dazu kommt noch eine Milliarde Euro an nicht gedeckten Infrastrukturkosten. In der gesamten EU betragen die externen Kosten des Lkw-Verkehrs rund 300 Milliarden Euro pro Jahr.

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