Industrie: Österreichische Unternehmen bei Maut nicht über Gebühr belasten!

IV-GS Beyrer: Ja zur Ökologisierung - nein zu Wettbewerbsverzerrung und untragbarer Belastung für österreichische Unternehmen!

Wien (OTS) - (PdI) "Selbstverständlich muss auch der Verkehr
seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten, doch eine ständig steigende und ausschließliche Belastung des Güterverkehrs ist gerade in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage nicht tragbar" so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, anlässlich der Abstimmung der Novelle der Wegekostenrichtlinie im Europäischen Parlament. Schon heute trägt der Straßengüterverkehr in Österreich die höchsten Belastungen in Europa. Dabei bewegt sich Österreich beim Modal Split, also der Aufteilung Schiene Straße, vor allem dank der Bemühungen der Bahn bereits im europäischen Spitzenfeld.

Besonders die Anlastung der Staukosten ist zu hinterfragen, da nicht der LKW, sondern schlecht ausgebaute Infrastruktur und Spitzenbelastungen des Individualverkehrs für die meisten Staus verantwortlich sind. "Es muss bei der Umsetzung der Richtlinie besonders darauf geachtet werden, dass Maßnahmen zur Stauvermeidung fokussiert werden und die externen Kosten allen Verkehrsteilnehmern angelastet werden, also auch dem Individualverkehr.

Da nach dem Wunsch der europäischen Abgeordneten in Bergregionen sowohl ein Querfinanzierungszuschlag plus die externen Lärm-, Schadstoff- und Staukosten eingehoben werden und nicht wie im Kommissionsvorschlag vorgesehen gegengerechnet werden sollen, muss die Österreichische Industrie mit weiteren Wettbewerbsverzerrungen im Vergleich zum europäischen Ausland kämpfen. Weiters kommt eine Verdoppelung bzw. Verfünffachung der Schadstoff- und Lärmkosten in den Bergregionen hinzu.

Das Transportgewerbe muss endlich als wesentlicher Teil des Wirtschaftssystems anerkannt werden. Es ist nicht nur ein Barometer für die konjunkturelle Lage - die Transportwirtschaft wird von den Produktionsrückgängen besonders hart getroffen - es ist auch das Um und Auf in einem gemeinsamen Europa und schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Der ständig gescholtene Transitverkehr macht dabei nur einen minimalen Teil der Fahrten aus, der überwiegende Teil ist auf Binnen, Ziel- und Quellverkehr zurückzuführen. "Nicht ausländische Unternehmen werden von einer massiven Mauterhöhung getroffen, sondern die heimischen Unternehmen" so Beyrer abschließend.

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