Haimbuchner: "Friedl missbraucht Bekanntheitsgrad für persönliche Zwecke!"

Causa Friedl zeigt die Notwendigkeit einer Wertedebatte

Wien (OTS) - "Dechant Josef Friedl hat mit seinen Aussagen zum Zölibat eine Debatte vom Zaun gebrochen, welche die Notwendigkeit einer Wertedebatte klar vor Augen führt. Auf Grund seines großen Bekanntheitsgrades, welche er im Zuge seines umstrittenen Verhaltens während der Causa Zogaj erlangt hat, ist er mit seinen persönlichen Ansichten zum Zölibat in allen Medien vertreten. Durch dieses Verhalten benutzt er die Medien und missbraucht seinen Bekanntheitsgrad für seine persönlichen Anliegen", reagierte heute der Landesparteiobmann-Stellvertreter der FPÖ Oberösterreich, NAbg. Dr. Manfred Haimbuchner auf die Causa Friedl.

"Die FPÖ mischt sich mit Sicherheit nicht in Angelegenheiten der Kirche ein, weil sie sich als freiheitliche Partei voll und ganz zur Trennung von Staat und Kirche bekennt. Aber die FPÖ bekennt sich auch zum christlichen Erbe unserer Kultur- und Wertegemeinschaft und zu den wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben, welche die Kirche und ihre Vertreter zu erfüllen haben. Gerade in Zeiten wie diesen, wo unsere Gesellschaft mit einer beginnenden Islamisierung und einem Verfall von Werten, wie die negativen Auswüchse der spekulativen Finanzgeschäfte drastisch gezeigt haben, zu kämpfen hat", erläuterte der Abgeordnete weiter.

"Genau wegen dieser Aufgaben der Kirche und aller ihrer Vertreter, der Vermittlung von Werten, muss sich eine verantwortungsbewusste politische Kraft zur Causa Friedl zu Wort melden. Friedl ist in eine Gemeinschaft eingetreten, deren Regeln er kannte. Er hat einen Beruf gewählt, der zugleich eine Berufung ist. Er kannte auch die entsprechenden möglichen Sanktionen im Falle einer Nichteinhaltung dieser Regeln. Deswegen ist es verwunderlich, wenn Friedl jetzt -Jahre nachdem er seine Berufung gewählt hat - öffentlich gegen diese Regeln auftritt und seinen persönlichen Bruch dieser Regeln medial zelebriert. Friedl hat bereits in der Causa Zogaj Regeln überschritten, dies unter der Duldung der oberösterreichischen Landesregierung und des Innenministeriums. Durch diese wiederholte Überschreitung von klaren Linien hat Friedl ein schlechtes Beispiel gegeben. Ein Vertreter einer Institution, deren vordringlichste Aufgabe die Vermittlung von Werten ist, sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein und sich nicht darin gefallen, zu provozieren und seinen Namen in den Medien wieder zu finden", so Haimbuchner.

"Unsere Regeln gelten für alle. Die Regeln der Kirche gelten für alle Vertreter der Kirche. Wer die Regeln bricht, muss mit Sanktionen rechnen. Werte dienen der Gesellschaft als Richtlinien des Verhaltens und sind notwendig für ein geregeltes und friedliches Zusammenleben. Schon die Hetzjagd der Linken auf den Pfarrer Gerhard Maria Wagner, wo sich auch Landeshauptmann Pühringer eingemischt hat, hat gezeigt, dass eine Wertedebatte dringend notwendig ist. Wagners Ansichten und Aussagen muss man nicht teilen, aber in eine Entscheidung des Vatikan hat sich die Politik nicht einzumischen. Unsere Jugend wurde durch die Causa Wagner und die Causa Friedl leider ein schlechtes Beispiel im Umgang mit Andersdenkenden und im Umgang mit Regeln gegeben. Darüber müssen sich die Verantwortlichen im Klaren sein", schloss Haimbuchner.

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