Unterreiner: Schule soll nicht gesellschaftliches Experimentierfeld werden

Musische Fächer, die für die Persönlichkeitsbildung wichtig sind, sollen wieder verstärkt gefördert werden

Wien (OTS) - -Im Rahmen der heutigen Aktuellen Stunde zum Thema
"Rot - schwarzes Bildungschaos - 100 Tage Stillstandsregierung" äußert sich die freiheitliche Kultursprecherin NAbg Mag. Heidemarie Unterreiner kritisch zur aktuellen Bildungspolitik. "Wir Freiheitlichen sind für eine Reform bei der es nur Gewinner, aber keine Verlierer gibt. Wir wollen das bestehende Schulsystem optimieren und die Schule nicht zum gesellschaftlichen Experimentierfeld machen", so Unterreiner.

Das einzige Vorhaben, welches von der Regierung derzeit angedacht ist, nämlich die Arbeitszeit der Lehrer zu erhöhen, sei eine singuläre Maßnahme, über die man auch diskutieren solle, die aber isoliert betrachtet kein Vorwand sein dürfe, über die Hintertüre die Gesamtschule einzuführen, weil sie scheinbar anders nicht finanzierbar ist, so Unterreiner.

Auch lehnt die freiheitliche Kultursprecherin die ideologische Vision, welche die Filmemacherin Ruth Beckermann im Rahmen einer Club 2-Diskussion formulierte - man solle die Gesamtschule so rasch wie möglich einführen, um die Kinder von ihren alkoholkranken Eltern zu schützen - rundweg ab.

"Dabei gibt es viele berechtigte Reformvorschläge, die aber in ihrer Gesamtheit zu diskutieren sind." Besonders wichtig sei ihr, als Freiheitliche Kultursprecherin, sich für die Verstärkung der musischen Fächer im Unterricht, die für die Entwicklung der Persönlichkeit von jungen Menschen eine enorme Bedeutung haben, einzusetzen. Es könne nicht sein, dass sich ein Kind entscheiden müsse, ob es das Fach Musik oder Bildnerische Erziehung nehme. Für beide Bereiche müsse im Rahmen einer breiten Bildung Platz sein, so Unterreiner.

Unterreiner erinnert in der Debatte, an die seit Jahrzehnten von den Freiheitlichen geforderte Verbesserung der Deutschkenntnisse von Zuwandererkindern. "Mangelhaftes Deutsch hat dramatische Folgen für das gesamte Bildungssystem und lässt es finanziell und strukturell aus den Fugen geraten. Wir fordern nicht nur singuläre Maßnahmen, sondern ein Gesamtpaket, das die bestmögliche Bildung zum Ziel hat", so Unterreiner abschließend.

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