Kriminalstatistik: BZÖ-Westenthaler: 1.572 Straftaten pro Tag - 65 pro Stunde

Von 92.000 Straftaten werden 57.000 nicht aufgeklärt

Wien (OTS) - Ein "Alarmzeichen" ist für BZÖ-Sicherheitssprecher Peter Westenthaler der markante Anstieg der Kriminalität in Österreich während der ersten beiden Monate des Jahres. Im Vergleich zu 2008 wurden um 5,6 Prozent mehr Straftaten angezeigt, das ist ein Plus von 4.960 Verbrechen. 92.756 Straftaten wurden verübt, das sind 1.572 pro Tag oder unglaubliche 65 pro Stunde, die Dunkelziffer nicht einmal mit eingerechnet. Besonders schockierend ist, dass eine Aufklärungsrate von beschämenden 38 Prozent bedeutet, dass nur 35.571 Fälle aufgeklärt werden, aber bei gewaltigen 57.185 Verbrechen die Kriminellen ungestraft davonkommen. In Wien beträgt die Aufklärungsrate übrigens nur 26,4 Prozent - ein historischer Tiefststand. Der BZÖ-Sicherheitssprecher urgiert hier sofort Konsequenzen seitens der Bundesregierung. "Das BZÖ verlangt das sofortige Aussetzen des Schengenvertrages und damit die Einführung von Grenzkontrollen. Schon bei der EURO wurden die Grenzkontrollen ausgesetzt und wir haben gesehen, wie viele Kriminelle unserer Polizei plötzlich in die Hände gefallen sind. Die Österreicher haben ein immer stärkeres Sicherheitsbedürfnis. Ebenfalls verlangt das BZÖ als Gegenmaßnahme zur explodierenden Kriminalität ein Sicherheitspaket für Österreichs Haushalte und fordert die Bundesregierung auf, die Bevölkerung bei der Sicherheit endlich zu unterstützen. So soll sich der Staat an der privaten Haushaltsversicherung beteiligen und den Anteil der Einbruchs- und Diebstahlsversicherung übernehmen soll. Das wären laut Versicherungsexperten bei durchschnittlichen jährlichen Kosten von 80 Euro, rund 40 Euro Staatsanteil. "Die Regierung trägt eine Verantwortung für die fehlende Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher, deshalb soll sie auch eine Beteiligung an der Versicherung übernehmen", so Westenthaler.

Westenthaler zeigt auch auf, dass trotz frisierter Kriminalitätsstatistik, die Verbrechen kontinuierlich ansteigen. "Erstens werden viele Delikte einfach nicht mehr angezeigt, weil die Bürger bei einer Aufklärungsquote von erschreckenden 38 Prozent sowieso nicht mehr an die Polizei glauben. Zweitens werden die Zahlen von der Regierung gebogen und gedreht wie ein Wasserschlauch der aufgerollt wird. Die Kriminalstatistik und der Sicherheitsmonitor widersprechen sich deutlich." Besonders krass ist laut Westenthaler die Verfälschung der Statistik beispielsweise bei den Einbrüchen, weil die Erfassung der Delikte anders erfolgt. Beispielsweise zehn Einbrüche in einer Nacht würden als ein Seriendelikt erfasst, wie hochrangige Exekutivbeamte Westenthaler gegenüber bestätigt haben. So manches "kleinere" Delikt würde nicht einmal mehr erfasst. Westenthaler verlangte die sofortige Änderung dieser Vertuschungsregelung. "Wir wollen Ehrlichkeit und die tatsächliche Zahl der Delikte in der Statistik. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, welche und wie viele Verbrechen in ihrem Umkreis passieren, um gegensteuern zu können", so der BZÖ-Sicherheitssprecher.

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