Ferdinand Maier: Gemeinsamer europäischer Einsatz gegen Riesen-LKW auf Österreichs Straßen

ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag gegen für Österreich verpflichtende Zulassung von Gigalinern

Wien (ÖVP-PK) - Seit einiger Zeit laufen auf europäischer Ebene Lobbying-Aktivitäten zur Einführung einer neuen Generation von überschweren (bis zu 60 Tonnen) und überlangen (bis zu 25,25 Meter) Lastkraftwagen. Selbst wenn Österreich diese so genannten "Gigaliner" nicht zulassen würde, könnten wir verpflichtet werden, im Ausland zugelassenen Fahrzeugen die Benützung Österreichs Straßen zu gestatten. "Hier herrscht dringender Handlungsbedarf", erklärte heute, Mittwoch, ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Dr. Ferdinand Maier. Heute haben ÖVP und SPÖ einen Entschließungsantrag gegen die Zulassung von Gigalinern auf europäischer Ebene eingebracht. Damit soll die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie parlamentarische Rückendeckung erhalten, um sich auf europäischer Ebene gegen eine für Österreich verpflichtende Einführung von Gigalinern und statt dessen für eine Stärkung von Europas Bahnen besser einsetzen zu können. ****

"Das heimische Straßennetz ist - wie der Großteil der europäischen Infrastruktur auf die heute üblichen Lkw-Dimensionen ausgelegt. Kurvenradien, Pannenbuchten, Leitschienen, Brücken, Tunnels, Abstellplätze entsprechen nicht den Anforderungen der Gigaliner. Sie müssten daher um teures Geld adaptiert werden, beziehungsweise sind oft Änderungen baulich gar nicht möglich", erläuterte Maier. "Für Pkw-Lenker stellen diese Fahrzeuge zudem ein Sicherheitsrisiko dar", verweist der ÖVP-Verkehrssprecher auf mögliche Sichtbeeinträchtigungen und längere Überholwege.

Studien würden zudem davon ausgehen, dass es durch die Einführung von Gigalinern nicht oder kaum zu Reduktionen bei den CO2-Emissionen kommen werde. Im Gegenteil, der Rückverlagerungseffekt ziehe einen erhöhten CO2 Ausstoß mit sich. "Dies widerspricht nicht nur dem verkehrspolitischen Ziel einer Verlagerung, sondern auch dem Kyoto-Ziel."

Für Österreich bestehe dringender Handlungsbedarf, auch wenn ohne die Zustimmung Österreichs eine Einführung von Gigalinern auf dem österreichischen Straßennetz nicht möglich sei. "Wenn die Nachbarländer Gigaliner zulassen, könnte es in Österreich zu einer Zunahme des Straßenverkehrs kommen, da mit der Anwendung des so genannten ‚modularen Konzepts’ Gigaliner an Österreichs Grenze die Fracht auf mehreren LKW aufgeteilt werden müsste."

"Wichtig ist es hingegen, Europas Bahnen zu stärken. Das ist - wie auch eine nachhaltige Senkung der Stau-, Lärm- und Umweltbelastung -nur möglich, wenn entsprechende Initiativen zur Qualitäts- und Angebotsverbesserung im Bahnbereich auf Initiative der EU hin europaweit gefördert werden", schloss der Verkehrssprecher. (Schluss)

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