AK: Keine Monster-Lkw auf Österreichs Straßen

Gigaliner machen die Straßen unsicherer, sind umweltschädlich und verursachen enorme Infratrukturkosten

Wien (OTS) - "Für Gigaliner darf auf Österreichs Straßen kein Platz sein", sagt die AK-Verkehrsexpertin Sylvia Leodolter. "Die Arbeiterkammer lehnt die Einführung die-ser Lkw-Ungetüme ab. Die über 25 Meter langen Monster-Lkw sind eine unnötige Gefahr auf unseren Straßen." Gigaliner würden außerdem enorme Zusatzkosten, etwa beim Bau und der Reparatur von Brücken, Tunnels, Kreuzungen oder Rastplätzen verursachen, für die alle Steuerzahler aufkommen müssen. Sie sind um-weltschädlich und ein Schritt in die falsche Richtung beim Gütertransport: Statt von der Straße auf die Schiene wird mit den Gigalinern noch mehr Verkehr auf die ohnehin überlasteten Straßen des Landes geleitet. Der heutige Entschließungsantrag der Regierungsparteien im Parlament zum Stopp der Gigaliner ist nicht zuletzt auch auf Drängen der AK eingebracht worden. "Es ist gut und richtig, dass sich das Parlament dem Drängen der Fahrzeugindustrie und der Verlader in der EU auf eine europaweite Einführung von superlangen und schweren Lkw im internationalen Güterverkehr entgegenstellt", so Leodolter.

Mehrere internationale und nationale Studien kommen eindeutig zu dem Ergebnis, dass die Auswirkung einer Erhöhung der derzeit durch die EG-Richtlinie 96/53 festgelegten Maße und Gewichte für Lkw vor allem hohe Kosten und mehr Gefahren im Straßenver-kehr bringt: So schaden die Monster-Lkw beispielsweise dem Klimaschutz durch höhere Schadstoff- und Lärmemissionen und höheren Energieverbrauch. Einsparungen in diesen Bereichen bringen die Gigaliner nämlich erst bei einer Auslastung von über 80 Prozent. Derzeit liegt die Auslastung aber unter 66 Prozent.

Auch eine aktuelle EU-Studie zeigt, dass die ohnehin hohen Folgekosten des Lkw-Verkehrs durch den Einsatz der bis zu 60 Tonnen schweren Gigaliner weiter in die Höhe getrieben werden, so Leodolter. Ausbau und Reparatur der Straßen, Brücken, Tunnels und Kreuzungen würden unnötig verteuert.
Auch das höhere Verkehrssicherheitsrisiko durch die Monster-Lkw insbesondere bei Überhol-, Brems-, Abbiegevorgängen, im Kreuzungsbereich, bei Mindestabständen geht zu Lasten der normalen AutofahrerInnen und aller übrigen VerkehrsteilnehmerInnen.

Deshalb fordert die AK
+ Die Regierung muss sich in der EU gegen die Zulassung von Lkw mit einer Länge bis 25 Meter und einem Gewicht bis zu 60 Tonnen und gegen ihren Einsatz im internationalen Verkehr - insbesondere auch im Transit - einsetzen.

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