StR Ludwig: Innovative WG für die Generation 55 Plus

Wien (OTS) - Wohngemeinschaften sind ein Trend der Zukunft, der junge Menschen ebenso anspricht, wie Menschen im reiferen Lebensalter. Um Wohnformen zu forcieren, die ein aktives und nahes Miteinander bieten, entsteht in der Ottakringer Steinbruchstraße 8 das Pilotprojekt "Wohngruppen für Fortgeschrittene", das sich an Wienerinnen und Wiener der Generation 55 Plus richtet. Eine innovative Form der Wohngemeinschaft, in der alle MieterInnen über eigene Wohnungen verfügen, sich aber zu einer engen Wohngemeinschaft mit vielen gemeinschaftlichen Aktivitäten bekennen. Bereits im Vorfeld wurden interessierte BewohnerInnen für das Pilot-Projekt, für das der Spatenstich im April erfolgen wird, gesucht und gefunden. Heute, Mittwoch, stellten Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Eva Weißmann, Mag. Karl Wurm, Geschäftsführer Neue Heimat/Gewog, und sechs künftige BewohnerInnen das Projekt "Wohnen für Fortgeschrittene" vor.****

Das Pilot-Projekt "Wohngruppen für Fortgeschrittene", in dessen Rahmen insgesamt 23 Wohnungen zur Verfügung stehen werden, ist in eine Wohnhausanlage mit insgesamt 80 geförderten Mietwohnungen eingebettet. Geplant sind zwei Wohngruppen, von denen die eine im Hofhaus, die andere in einer Wohnetage im 4. Obergeschoß des Straßenhauses untergebracht sein werden. Beiden Wohngruppen stehen eigene Gemeinschaftsräume zur Verfügung. Schon im Vorfeld des Pilot-Projekts wurden Wohnungssuchende der Generation 55 Plus angesprochen, die in einer Wahlgemeinschaft mit Gleichgesinnten eine enge Nachbarschaft mit gemeinsamen Aktivitäten pflegen wollen. Frühzeitige Information, Beratung und ein hohes Maß an Mitbestimmung sollen auf diese Weise bereits in der Planungsphase für ein funktionierendes Miteinander sorgen. Seit Mitte des vergangenen Jahres treffen sich InteressentInnen bereits bei regelmäßigen Meetings, bei denen der Gruppenfindungs- und Gruppenbildungsprozess von Profis moderiert wird. Das Thema Mitbestimmung spielt dabei eine wichtige Rolle: Die Gestaltung der künftigen Gemeinschaftsflächen, aber auch eine gemeinsame Charta, die definieren soll, welchen hausgemeinschaftlichen Rechten und Pflichten man sich verbunden fühlt, stehen bei den Treffen auf dem Programm.

"Hand in Hand mit den gesellschaftlichen Veränderungen - also etwa neuen Familienstrukturen und einer steigenden Anzahl von Wienerinnen und Wienern, die erfreulicherweise auch im reiferen Alter sehr aktiv und mobil sind - gehen auch veränderte Wünsche und Bedürfnisse im Bereich des Wohnens. Ich sehe es als wesentliche Aufgabe an, diesen veränderten Bedürfnissen im Rahmen des geförderten Wohnbaus Rechnung zu tragen. Daher entwickeln wir neue Modelle des Wohnens und Zusammenlebens, die den Wohnbau der Zukunft prägen werden", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Eine zentrale Rolle spiele für ihn dabei der soziale Aspekt. Im Mittelpunkt stehe nicht nur, weiterhin leistbares Wohnen sicherzustellen, sondern auch das gute Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner und damit auch das soziale Netz zu stärken. "Mit Pilot-Projekten wie 'Wohngruppen für Fortgeschrittene' beweist Wien erneut seine Vorreiterposition bei der Umsetzung moderner, bedarfsgerechter Wohnkonzepte. Innovation hat im Wiener Wohnbau eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert -diesen Weg setzen wir kontinuierlich fort", so Ludwig weiter.

"Ottakring ist ein Bezirk, in dem Vielfalt und ein lebendiges Miteinander großgeschrieben werden. Umso mehr freut es uns, dass durch das Pilot-Projekt ,Wohngruppen für Fortgeschrittene’ ein neuer, bunter Mosaikstein hinzukommt, der das Grätzel und den gesamten Bezirk bereichern und die Wohnqualität weiter steigern wird. Die neue Wohnhausanlage und die Wohngruppen stehen ganz im Zeichen des Generationen-Wohnens und einer guten Nachbarschaft und sind somit geradezu ,maßgeschneidert’ für den 16. Bezirk", betonte die Ottakringer Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Eva Weißmann.

Karl Wurm, Geschäftsführer Neue Heimat/GEWOG: "Die bisherigen Erfahrungen aus dem Pilot-Projekt zeigen, dass die Zielgruppe der Generation 55 Plus maßgeschneiderte räumliche Angebote erwartet, sowohl was die eigene Wohnung betrifft, als auch was Größe, Lage und Ausstattung der Gemeinschaftsräume angeht. Die Wohngruppen-Interessenten sind jedoch auch überdurchschnittlich motiviert, sich um die Organisation und Pflege von Gemeinschaftsräumen autonom zu kümmern."

Generationenübergreifendes Wohnen

Insgesamt verfügt die Wohnhausanlage, die vom Bauträger Neue Heimat realisiert wird und die generationenübergreifendes Wohnen mit hohem Nachbarschaftsfaktor bieten soll, über acht Geschoße und drei Stiegenhäuser, die durch behindertengerechte Lifte erschlossen werden. Das Wohnungsangebot ist umfangreich und umfasst Geschoßwohnungen und Maisonetten mit zwei bis vier Zimmern. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen rund 59 und 123 m2. Alle Wohnungen werden durch private Freiräume in Form von Loggien, Balkonen, Terrassen oder Mietergärten erweitert. Den MieterInnen stehen ein Vorgartenareal, ein begrünter Innenhof mit Pergola, mit Sitzbereich und mit Kleinkinderspielplatz sowie ein Gemeinschaftsraum mit Küche zur Verfügung. Die jüngsten BewohnerInnen können sich in einem Kinderspielraum im Erdgeschoß mit Zugang zum Innenhof austoben. Kinderwagen- und Fahrradabstellräume in den Erdgeschoßbereichen gibt es ebenso wie eine hauseigene zweigeschossige Tiefgarage. Für die BewohnerInnen der beiden Wohngruppen sind jeweils ein eigener Gemeinschaftsraum und eine eigene Gemeinschaftsterrasse vorgesehen.

Lage und Infrastruktur

Das Wohnprojekt entsteht in der Nähe von Maroltingergasse, Flötzersteig und Gablenzgasse und liegt direkt an der U3/Kendlergasse. Die S45/Ottakring, die Straßenbahnlinie 46, der Autobus 48A Richtung Zentrum und die Straßenbahnlinie 10 Richtung Hernals bzw. Hietzing (U4) sind ebenfalls schnell erreichbar.
In der Umgebung finden sich Geschäfte der Nahversorgung ebenso wie mehrere Schulen und Kindergärten. Ärzte, Apotheken und das Wilhelminenspital garantieren die medizinische Versorgung. Das Erholungsgebiet Steinhof, der Wilhelminenberg, der Ottakringer Wald und das Bad laden zu Freizeitaktivitäten ein. Die zahlreichen Heurigen des 16. Bezirks locken mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Kosten

Für die 80 geförderten Mietwohnungen betragen die Eigenmittel durchschnittlich 240 Euro/m2, die monatliche Miete liegt bei ca. 7,30 Euro/m2 (inkl. Betriebskosten und Umsatzsteuer). Die Gesamtbaukosten für das Wohnprojekt betragen rund 10,1 Mio. Euro, rund 3,4 Mio. Euro schießt die Stadt Wien in Form von Wohnbauförderungsmitteln zu.

Nähere Informationen

Im Rahmen des Pilot-Projekts "Wohnen für Fortgeschrittene" sind noch sechs Wohnungen frei. InteressentInnen für das Pilot-Projekt und die Wohnungen in der Wohnhausanlage wenden sich an:

o Wohnservice Wien, Telefon: 01 24 503-100, E-Mail: wohnberatung@wohnservice-wien.at o Neue Heimat, Telefon: 401 09, E-Mail: vergabe@nh-gewog.at

(Schluss) da

Achtung: Zu dieser Meldung ist in den kommenden Stunden eine Bildberichterstattung geplant. In einer OTS-Aussendung wird auf die online-Abrufbarkeit extra noch hingewiesen.

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Christiane Daxböck
Mediensprecherin StR. Dr. Michael Ludwig
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