LHStv. Leitner: Aktuelle Arbeitsmarkt-Situation braucht konstruktive Zusammenarbeit aller politischen Kräfte

Wirtschaftspolitisches Maßnahmenpaket der SPÖ NÖ mit NÖ Holding, NÖ Anleihe und Zukunftsfonds liegt auf dem Tisch

St. Pölten (OTS) - "54.066 NiederösterreicherInnen waren Ende Februar beim AMS arbeitslos gemeldet, womit im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 24,7 % zu verzeichnen ist. Gleichzeitig melden immer mehr Unternehmen in Niederösterreich MitarbeiterInnen zur Kurzarbeit oder zur Kündigung an", betont der Vorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Dr. Sepp Leitner einmal mehr die Notwendigkeit von sofortigen arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen: "Die Vorschläge der SPÖ NÖ liegen auf dem Tisch."

Leitner bekräftigt die Forderung, einen Zukunftsfonds zu schaffen, um regionale Projekte in Form von Standortpolitik, Zuschüssen und Investitionen zu fördern: "Mit dem Einsatz von 500 Mio. Euro kann die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes in den Regionen gesteigert werden. Diese Mittel können aufgrund kurzfristiger Liquidität aus den veranlagten Wohnbaufördermitteln freigemacht und somit weitaus ´gewinnbringender’ als bisher eingesetzt werden". Auch der Präsident des sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes, LAbg, Bgm. Rupert Dworak, sieht in der Unterstützung von Projekten in den Gemeinden ein Gebot der Stunde: "Damit können wir aktive Regionalpolitik betreiben - rasche Hilfe ist doppelte Hilfe."

Außerdem bleibt die SPÖ NÖ bei ihrer Forderung nach der Schaffung einer Sanierungs- und Restrukturierungsgesellschaft, die im Landeseigentum steht und die Sozialpartner einbindet. Diese NÖ Holding soll einerseits in Schwierigkeiten geratene Unternehmen auffangen bzw. zwischenfinanzieren, andererseits aber auch Beratungstätigkeiten durchführen. "Unsere Unternehmen brauchen dringend mehr Unterstützung, besonders den Klein- und Mittelbetrieben muss geholfen werden. Durch Investitionen in NÖ Betriebe ist die NÖ Wertschöpfung gesichert", so Leitner, der in dieser Forderung vom Chef der AWS Austria Wirtschaftsservice, Hans Moser, genau so unterstützt wird, wie von Nationalbank-Governor Ewald Nowotny.

Als dringend notwendige arbeitsmarktpolitische Maßnahme liegt Leitner neben der Vorbereitung von Stiftungen und Kurzarbeits-Maßnahmen vor allem die Schaffung zusätzlicher überbetrieblicher Lehrwerkstättenplätze am Herzen: "Wir wollen Unternehmen dafür gewinnen, leerstehende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. In überbetrieblichen Lehrwerkstätten könnten Lehrlinge ausgebildet und damit auch dem prognostizierten FacharbeiterInnenmangel entgegengewirkt werden", so Leitner: "Es ist ein Gebot der Stunde, für die Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen."
Außerdem verweist der Vorsitzende der SPÖ NÖ auf die Jobpatenschaft, die er gerade gemeinsam mit dem St. Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler ins Leben ruft: Schwer vermittelbaren ehemaligen MitarbeiterInnen der Firma Glanzstoff werden ehrenamtliche Paten zur Seite gestellt, die auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz helfen. "Man muss das Rad nicht immer neu erfinden", so Leitner: "In Deutschland hat sich dieses Modell der Jobpatenschaft bestens bewährt, in Österreich führen wir es gerade ein - natürlich mit der Absicht und in der Hoffnung, möglichst viele Jobpaten gewinnen zu können."

Leitner bekräftigt abschließend einmal mehr, dass die SPÖ NÖ bereit ist, im Sinne der NiederösterreicherInnen konstruktiv zusammenzuarbeiten: "Gerade bei den Anstrengungen im Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich ist es wichtig und substantiell, dass sich alle politischen Kräfte einbringen und abseits von Parteipolitik maßgeschneiderte Lösungen für NÖ ausarbeiten."

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