Schmied: Gemeinsam mit Budgetbeschluss müssen Strukturreformen getroffen werden, um Bildungsreformen fortsetzen zu können

Bildung im Interesse der Kinder, Eltern und Lehrer besser gestalten - In ersten 100 Tagen wichtige Bildungsprojekte beschlossen

Wien (SK) - Da es ihr bei den Budgetverhandlungen nicht gelungen ist, das Budget auf dem Verhandlungswege zu erhöhen, sehe sie angesichts der "knappen Budgetvorgaben" in der Verlagerung der Lehrer-Arbeitszeit zu den Kindern hin "jene Maßnahme, die uns die Basis gibt, die Bildungsreformen entschlossen fortzusetzen", so Bildungsministerin Claudia Schmied am Mittwoch im Nationalrat im Zuge der Aktuellen Stunde. Es müssten daher "gemeinsam mit dem Budgetbeschluss diese Strukturreformen getroffen werden, damit wir gestalten und fortsetzen können, was wir begonnen haben", so Schmied, die klarmachte, dass es darum gehe, "ob wir den eingeschlagenen Weg der Bildung weiter fortsetzen oder ob wir uns zurückkatapultieren in das Jahr 2006. Es geht um die Zukunft unseres Landes." In den morgigen Gesprächen mit den VertreterInnen der Lehrer-Gewerkschaft sei sie jedenfalls "offen für weitere Varianten", so Schmied, die bekräftigte, dass sie die Bildung im Interesse der Kinder, Eltern und LehrerInnen besser gestalten möchte. ****

Angesichts der mittelmäßigen PISA-Ergebnisse, der hohen Zahl an Risikoschülern und der steigenden Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen mit geringer Ausbildung sei klar, dass "wir handeln müssen". Es sei aber angesichts der knappen Budgetvorgaben ohne gleichzeitige Strukturreformen nicht möglich, wichtige Projekte, wie die kleineren Klassen, den Kleingruppenunterricht, die bessere Aus- und Fortbildung der Lehrer sowie die bessere Ausstattung der Arbeitsplätze für Lehrer, zu realisieren, machte Schmied deutlich. Es sei daher ihren "wichtigsten Mitarbeitern, den Lehrern zumutbar, die Verschiebung der Arbeitszeit in den Unterricht als Beitrag zu leisten".

Breites Reformprogramm über partei- und standespolitische Grenzen hinweg umsetzen

In den ersten 100 Tagen der SPÖ-geführten Regierung seien große Projekte im Bildungsbereich beschlossen und fortgesetzt worden, so Schmied, die hier z.B. das Schul-Infrastrukturprogramm nannte, bei dem allein heuer und im folgenden Jahr 600 Millionen Euro investiert werden - und das auch in die Verbesserung der Lehrer-Arbeitsplätze. Von zentraler Bedeutung sei überdies die neue Ausbildung aller Pädagogen, genauso wichtig sei es zudem, den Lehrern Perspektiven und Karrieremöglichkeiten zu geben, so Schmied die hier die Bedeutung der Durchlässigkeit betonte. Die gesetzlich beschlossenen Bildungsstandards seien entscheidend, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern, so Schmied, die zum erfolgreichen Projekt "Lehre mit Matura" betonte, dass in diesem Programm schon rund 3.000 Lehrlinge teilnehmen - "viel mehr als ursprünglich erwartet". Bis zum Ende der Legislaturperiode würden überdies die Kapazitäten im berufsbildenden Schulwesen ausgebaut, nämlich durch die Schaffung von 8.300 neuen Ausbildungsplätzen. Und auch die Neue Mittelschule "ist gut auf den Weg gekommen, im September 2009 werden wir an 243 Standorten 20.000 SchülerInnen in der Neuen Mittelschule unterrichten". All dies seien "Elemente eines breiten Reformprogramms, das ich über partei- und standespolitische Grenzen hinweg umsetzen möchte. Dafür stehe ich und dafür bin ich gerne Ministerin", so Schmied abschließend. (Schluss) mb

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