ÖAMTC-Erfolg: Erhöhung der aktiven Sicherheit für Pkw in der EU

Club begrüßt Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und CO2-Reduktion, bedauert aber Kompromisse

Wien (OTS) - Gesten, Dienstag, wurde im EU-Parlament über eine
neue Verordnung zur Typengenehmigung von Kraftfahrzeugen abgestimmt. Bereits im Vorfeld hatte sich der ÖAMTC mit Unterstützung durch die EU-Abgeordneten Wolfgang Bulfon (SP) und Othmar Karas (VP) aktiv für die Ausstattung der Neufahrzeuge mit Sicherheitsfeatures eingesetzt, die einerseits die Verkehrssicherheit erhöhen und andererseits zur Reduktion des CO2-Ausstoßes beitragen. "Mit dem Beschluss des EU-Parlamentsplenums ist nun unter anderem die Ausstattung neuer Pkw-und Nutzfahrzeugmodelle mit einem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP oder ESC) schon ab 2011 verpflichtend und nicht wie vorgesehen erst ab 2012. ESP senkt das Unfallrisiko um 20 Prozent. Wären alle Fahrzeuge schon jetzt mit ESP ausgestattet, wären ca. 4.000 Verkehrstote in der EU weniger zu beklagen", sagt Friedrich Eppel. Der ÖATMC-Experte bedauert allerdings, dass andere Sicherheitsfeatures wie Notbrems- und Spurhalteassistenten für Lkw nicht, wie vom Club gefordert, auch schon früher verpflichtend sein werden.

Ab 2012 vorgeschrieben sind, wie vom ÖAMTC schon lange gefordert, auch Reifendruck-Überwachungssysteme für Pkw. "Reifendruck-Überwachungssysteme tragen zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs bei und erhöhen die Fahrsicherheit", sagt der ÖAMTC-Experte. Spritsparend wird sich auch die verpflichtende Ausrüstung von Pkw mit einer Schaltanzeige auswirken. "Diese zeigt an, wann man hochschalten muss, um ökonomisch und ökologisch optimal unterwegs zu sein", erklärt Eppel.

Weiters wird auf Anregung des ÖAMTC die Einführung strengerer Grenzwerte für die Nasshaftung von Pkw-Reifen geprüft. "Höhere Nassgriffwerte tragen massiv zur Sicherheit auf der Straße bei", begrüßt der ÖAMTC-Experte den Vorstoß. In der neuen Verordnung werden auch strengere Grenzwerte für den Rollwiderstand und das Abrollgeräusch von Reifen festgelegt. Aus Sicht des ÖAMTC ist bedauerlich, dass die Lärmgrenzwerte für Lkw-Reifen im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen erhöht wurden, obwohl Lkw einen maßgeblichen Anteil am Straßenlärm haben.

Regelmäßige Evaluierung garantiert Aktualität, Kontrolle verhindert kritische Preisentwicklung

Ebenfalls berücksichtigt wird eine weitere Forderung des Clubs:
Die Maßnahmen der Verordnung müssen alle drei Jahre überprüft werden. "Nur so ist gewährleistet, dass die in der EU typgenehmigten Fahrzeuge beständig am aktuellsten Sicherheitsstandard bleiben", bringt der ÖAMTC-Experte diesen wichtigen Aspekt auf den Punkt.

Auf Anregung des ÖAMTC wird die EU-Kommission bis zur verpflichtenden Einführung der neuen Sicherheitsstandards bewusstseinsbildende Maßnahmen fördern, um die Akzeptanz bei den Konsumenten zu erhöhen. "Außerdem wird sie die Preisentwicklung der Neufahrzeuge kritisch beobachten, damit sich die vorgeschriebenen Standards nicht unverhältnismäßig auf die Preise auswirken", sagt der ÖAMTC-Experte abschließend.

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