WKÖ-Schenz: Österreichische Aktivitäten in Litauen noch intensivieren"

Marktsondierungsreise "Erneuerbare Energie und Energieeffizienz", anlässlich Staatsbesuch von Bundespräsident Fischer in Litauen

Wien (PWK178) - "Das Thema Energieversorgung und Energienutzung
ist ein Bereich, in dem sowohl Österreich als auch Litauen in Anbetracht der aktuellen Situation beachtliche Veränderungen und Weiterentwicklungen durchführen müssen und der deshalb Potential für langfristige, vertiefende Kooperationen bietet", betont der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Richard Schenz, anlässlich einer Marktsondierungsreise zum Thema "Erneuerbare Energie und Energieffizienz", am Mittwoch in Vilnius, Litauen. Schenz leitet eine 20-köpfige Wirtschaftsdelegation im Rahmen des Staatsbesuches von Bundespräsident Heinz Fischer von 11.-13.03.2009 nach Litauen.

Vertreter von 18 heimischen Firmen werden neben dem Besuch eines Fernheizwerkes der Stadtwerke Vilnius, das bereits mit Biomasse befeuert wird, die Gelegenheit zu Firmengesprächen mit interessierten litauischen Partnern wahrnehmen. Am Freitag steht ein von den beiden Staatspräsidenten Valdas Adamkus und Bundespräsident Heinz Fischer eröffnetes Seminar auf dem Programm, auf dem die österreichischen Unternehmer Gelegenheit haben, ihre Leistungen im Bereich "Erneuerbare Energien" zu präsentieren.

Das Thema Energie ist in Litauen von höchster Aktualität, da Ende dieses Jahres das Kernkraftwerk Ignalina, die bisherige Hauptenergiequelle des Landes, geschlossen werden muss. Als kurzfristige Kompensation sind Stromlieferungen über Polen und erhöhte Gaslieferungen aus Russland möglich. "Die prekäre Situation hat aber auch dazu geführt, dass nun verstärkt über das eigene Potential - in erster Linie Biomasse aus der Landwirtschaft und den Wäldern, die noch weit stärker als bisher genutzt werden kann sowie die Nutzung von Windkraft - nachgedacht wird," erklärt Schenz.

Es sei daher trotz der momentan schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie einer beginnenden Rezession in Litauen gerade im Bereich Energie und Energieeffizienz in den nächsten Monaten mit anhaltender bzw. noch steigender Nachfrage nach Projektentwicklung und Anlagenlieferung zu rechnen, zumal kleinere Projekte auch aus Mitteln des EU-Strukturfonds teilfinanziert werden können. "Deshalb bin ich überzeugt, dass eine Präsenz heimischer Unternehmen gerade jetzt wichtig und sinnvoll ist und wir unsere Aktivitäten noch intensivieren sollten", erklärt Schenz.

Obwohl die heimischen Exporte 2008 angesichts der Krise mit einem Minus von 4,4 Prozent auf ein Volumen von 159,1 Mio. Euro (im Vergleich zum Vorjahr) einen Rückgang erlebt haben, dürfte die außerordentliche Dynamik der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Litauen in den vergangenen Jahren auch in Zukunft fortgesetzt werden: Das bilaterale Außenhandelsvolumen ist seit 2000 um 200 % gestiegen und die Anzahl der Investitionen hat sich dieser Zeit auf mehr als 41 Projekte verdoppelt. Die Produktpalette reicht von Nahrungsmitteln bis zu High-Tech, der Schwerpunkt liegt eindeutig bei Maschinen und Anlagen. (ES)

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