Cap zu Schulreformen: Wenn Bildung im Zentrum steht, auch Geld zur Verfügung stellen

"Lehrer sind Bündnispartner, keine Gegner"

Wien (SK) - "Im Zentrum stehen unsere Kinder. Und oft fehlt mir in dieser Debatte diese Schwerpunktsetzung", so SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Mittwoch im Rahmen der Aktuellen Stunde im Nationalrat. "Für die Kinder ist dieses Ausbildungssystem, und für unsere Kinder sind diese Schulen - und deswegen setzen wir uns auch so dafür ein", machte Cap deutlich. Cap sprach sich hier klar gegen ein stattfindendes Lehrer-Bashing aus, denn es gebe "viele, die nur darauf warten bei Reformprojekten mitzumachen. Lehrerinnen und Lehrer sind Bündnispartner, keine Gegner", stellte Cap klar. Der Klubobmann machte auch deutlich, dass wenn Bildung im Zentrum stehe, auch das notwendige Geld zur Verfügung stehen müsse. ****

Wichtig sei es, so Cap, darüber nachzudenken, "wie zeitgemäß die Schule" sei und "an die Sache ehrlich heranzugehen". Dabei erinnerte Cap an die Aussagen von Vizekanzler Pröll, Bildung stehe im Zentrum. "Dann muss man aber auch das Geld zur Verfügung stellen", wenn man das Dienst- und Besoldungsrecht erneuern wolle und Arbeitsplätze für die Lehrer in den Schulen verbessern wolle. Wer hier wirklich etwas für die Zukunft unserer Kinder machen will, solle dieses ganze Reformprogramm unterstützen, rief Cap auf. Dazu zähle auch die Neue Mittelschule, denn dabei gehe es auch um die Verbesserung der Zukunft unserer Kinder, die Verbesserung der zukünftigen PISA-Berichte und darum, "dass unsere Absolventinnen und Absolventen konkurrenzfähig sind, in Österreich und europaweit".

Der eine oder andere Lehrervertreter hätte jedoch ein Problem mit den Jahrhunderten hätte, stellte Cap fest. Der SPÖ-Klubobamnn verwies dabei auf einen heutigen Artikel der Salzburger Nachrichten, in dem der ÖVP-Bildungsexperte Bernd Schilcher "zu Recht feststellt", dass hier verschiedene Ebenen verschoben wurden. "Das wertvollste ist, der Lehrer ist in der Klasse", so Cap und wenn es hier zu Veränderungen kommen müsse, im Bereich der Verwaltung, "sind wir dazu aufgefordert, uns Gedanken zu machen".

Deshalb könne man hier durchaus Wege gehen, wie etwa mit "der Verkleinerung der Klassen und den Reformen in der Verwaltung". Denn Bildungspolitik sei auch Wirtschaftspolitik, erklärte Cap und unterstrich, dass eine gute Ausbildung auch für die Wirtschaft wichtig sei und damit für die Gesellschaft. (Schluss) df

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002