Küberl zu Verschiebung der Mindestsicherung: "Entsetzlichkeit auf Kosten der Ärmsten"

Caritas- Präsident fordert die politisch Verantwortlichen auf, ehebaldigst eine Umsetzung zu erzielen

Wien (OTS) - Als "Entsetzlichkeit auf Kosten der Ärmsten in
unserem Land" bezeichnet Caritas-Präsident Franz Küberl die heutige Ankündigung von Sozialminister Rudolf Hundsdorfer, dass die Einführung der bedarfsorientierten Mindestsicherung erneut verschoben werde.

"Es kann nicht sein, dass die Streitereien der Länder schwerer wiegen als die Notlage tausender Menschen. Gerade vor dem Hintergrund von Wirtschaftskrise, Teuerungen bei Lebensmitteln und Energie sowie steigenden Arbeitslosenzahlen ist die Einführung der Mindestsicherung in Wirklichkeit sofort nötig. Schon der zuletzt genannte Termin mit 1. Jänner 2010 ist sehr, sehr spät", betont Küberl. In dieser schwierigen Zeit fordert der Caritas-Präsident im Interesse eines Mindestmaßes an sozialem Ausgleich alle Landeshauptleute sowie die Sozial- und Finanzlandesräte auf, "rasch an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ehebaldigst eine Umsetzung zu erzielen."

Laut aktuellen Zahlen des Sozialministeriums leben derzeit in Österreich rund 460.000 Menschen in akuter Armut, weitere rund 570.000 Menschen sind gefährdet, in die Armut abzugleiten.

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