Manpower Beschäftigungsausblick 2Q 2009: Wo die Jobs zu finden sind

Wien (OTS) - "Der Österreichische Arbeitsmarkt steht im Vergleich zu anderen Ländern gut da," sagt Manpower Geschäftsführer Erich Pichorner. Für den 2. Manpower Beschäftigungsausblick 2009 gaben immerhin 11% der heimischen Personalverantwortlichen an, im kommenden Quartal zusätzliche Leute engagieren zu wollen. Gleichzeitig müssen 7% ihren Personalstand reduzieren. Befragt wurden 757 österreichische Betriebe.

Die Jobchancen nach Bundesländern

Besonders viel rekrutiert wird im Burgenland, wo saisonal bedingt viele Stellen vergeben werden. Überdurchschnittlich gut sieht es auch in Vorarlberg und der Steiermark aus, weniger günstig hingegen in Tirol und Kärnten. Mit den All-Time-Highs des Vorjahres darf man diese Werte aber nicht vergleichen.

Wien: 8% der Befragten haben vor, zusätzliches Personal aufzunehmen. 4% müssen abbauen, 86% halten den Personalstand stabil, 2% sind noch unschlüssig.

Niederösterreich: 11% der NÖ Arbeitgeber wollen aufbauen, 6% müssen einsparen. 83% erwarten keine Änderung zum Vorquartal.

Burgenland: Wie immer im 2. Quartal wird mit +20% kräftig rekrutiert. Nur 1% der Befragten muss abbauen, 70% halten ihre Mannschaft stabil. Mit 9% ist hier die Quote der Unentschlossenen allerdings relativ hoch.

Oberösterreich: 14% Personalaufbau zu 7% Personalabbau in OÖ ergibt einen relativ günstigen Saldo. 78% sind mit ihrer Mannschaft zufrieden, 1% enthielt sich der Antwort.

Steiermark: Hoffnungsschimmer mit 14% Zuwachs nach schweren letzten Monaten. Nur mehr 4% der Arbeitgeber müssen ihre Teams weiter reduzieren. 81% wollen keine Änderungen vornehmen, 1% ist unschlüssig.

Kärnten: Kärnten erlebt einen deutlichen Abschwung: Nur 3% der Betriebe haben Rekrutingpläne, aber 19% erwägen Kündigungen. 78% wollen den Personalstand beibehalten.

Tirol: Auch in Tirol wird es mehr Kündigungen als Neuaufnahmen geben. Nur 8% der Firmen wollen ihre Teams aufstocken, 13% werden reduzieren. 79% wollen den Mitarbeiterstand halten.

Vorarlberg: Erfreulich stabil präsentiert sich das Ländle. Volle 20% der Unternehmen planen Personalaufbau, nur 8% müssen reduzieren. Allerdings ist die Quote der Unentschlossenen mit 10% relativ hoch. 62% planen keine Veränderungen im Personalstand.

Die Jobchancen nach Wirtschaftssektoren

Die Personalverantwortlichen geben sich mehrheitlich optimistisch. Die Zahl der Unternehmen, die Mitarbeiter aufbauen wollen, übersteigt die, die Abbau ankündigen. Sechs der zehn Branchen erwarten sogar Verbesserungen zum letzten Quartal (Land- & Forstwirtschaft, Bergbau & Rohstoffgewinnung, Handel, Öffentliche Hand & Soziales, Sachgütererzeugung und Verkehr & Telekommunikation).

Bauwesen: Mit je 12% herrscht Gleichstand zwischen Personalauf-und -abbau. 75% der unternehmen wollen die Mitarbeiterzahl beibehalten, 1% enthält sich der Antwort.

Bergbau % Rohstoffgewinnung: Zeigt mit 17% Aufnahmen zu 6% Kündigungen das übliche saisonale Muster. 76% bleiben konstant, 1% wartet noch ab.

Energieversorgung: Mit 11% an Unternehmen, die Neuaufnahmen planen, zu 3%, die abbauen müssen, liegt dieser Sektor im guten Mittelfeld. 86% lassen den Personalstand unverändert.

Gastronomie & Hotellerie: Lange hat die Branche der Krise getrotzt, nun kippt sie mit 5% Mehreinstellungen zu 10% Kündigungen ins Minus. 80% belassen die Mitarbeiterzahl, 5% sind unschlüssig.

Handel: Erfreulichster Sektor mit 16% an Betrieben, die einstellen wollen und nur 3%, die als abbauen müssen. Als einzige Branche Steigerungen sowohl zum Vorquartal als auch im Vorjahresvergleich. 80% lassen den Personalstand beim Alten, 1% lässt die Antwort offen.

Kredit- & Versicherungswesen, Immobilien, unternehmensnahe Dienstleistungen:
8% der befragten Unternehmen wollen einstellen, nur 2% müssen einsparen. 85% sind mit der Mitarbeiterzahl zufrieden, 5% warten ab.

Land- & Forstwirtschaft: Frühling in Sicht: 16% der Betriebe brauchen zusätzliche Leute, nur 4% müssen einsparen. 80% kommen ohne Veränderungen des Personalstandes durch.

Öffentliche Hand & Soziales: Hat sich nach dem schwachen letzten Quartal mit 7% Aufnahmen zu 6% Abbau wieder gefangen. 82% der Befragten wollen keine Änderungen vornehmen, 5% bleiben offen.

Sachgütererzeugung: Es tut sich einiges in beide Richtungen: 11% der Betriebe wollen aufbauen, 10% müssen abbauen. Den Stand halten wollen 77%, 2% sind unschlüssig.

Verkehr & Telekommunikation: Leider ein deutliches Minus mit 16% Unternehmen mit Personalzuwachsplänen versus auffallenden 23% mit Abbauplänen. 60% kommen mit der vorhandenen Mannschaft durch, 1% enthält sich der Antwort.

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