GLOBAL 2000 zur Zulassung des Gentech-Raps T 45: BM Stöger muss Importverbot verhängen!

Gentech-Raps stellt Risiko für Mensch und Umwelt dar, nur ein Verbot kann schützen

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen EU-Zulassung des Gentech-Raps T 45 fordert GLOBAL 2000 Bundesminister Stöger auf, umgehend ein Importverbot zu verhängen. "Nur ein Verbot kann die Österreicherinnen und Österreicher vor dieser Hochrisikopflanze schützen, deshalb ist diese Maßnahme das Gebot der Stunde", so Jens Karg, Gentechniksprecher von GLOBAL 2000.

Die Rapssorte T45 von Bayer wurde genetisch manipuliert, um sie resistent gegen Herbizide zu machen, die den hochgiftigen Wirkstoff Glufosinat-Ammonium beinhalten. Der Wirkstoff gehört zu den 22 Substanzen, die die EU bereits als krebserregend eingestuft hat und vom Markt nehmen wird. Die Europäische Umweltbehörde (EEA) hat Gentech-Raps als Hochrisikopflanze bezüglich des unkontrollierten Vordringens in die Natur eingestuft. In Großbritannien erbrachte der größte Freilandversuch über die ökologischen Auswirkungen des Anbaus von Gentech-Raps alarmierende Ergebnisse. Die WissenschaftlerInnen fanden heraus, dass durch den Anbau von Gentech-Raps die Zahl der Schmetterlinge, Hummeln und Käfer deutlich zurück ging. Eine schwedische Studie kam zu dem Ergebnis, dass Gentech-Pflanzen auch bei sorgfältigem Umgang nicht beherrschbar sind. Zehn Jahre lang bleiben die Samen von Gentech-Raps im Boden keimfähig, trotz mehrfacher Behandlung mit Herbiziden, um die Samen zu vernichten. "All diese Studien belegen das Risiko dieser Pflanzen. Wer jetzt noch behauptet, Gentechnik in der Landwirtschaft sei beherrschbar, steckt entweder mit der Biotech-Industrie unter einer Decke oder verschließt die Augen vor der Realität", so Karg.

Auch wenn es bei der Zulassung nicht um den Anbau in der EU, sondern um den Import als Lebens- oder Futtermittel und um die industriellen Verarbeitung geht, besteht die Gefahr, dass der Raps jederzeit gewollt oder ungewollt als lebensfähiges Saatgut in die Natur gelangt. Österreichische Studien zeigen, dass sich Raps rund um Futtermittelwerke und Lagerhäuser ausbreitet. "Transportverluste oder Futtermittelverwehungen sind reale Gefahren, denen Österreich nur durch ein Verbot wirkungsvoll begegnen kann. Dies wurde schon bei den anderen Gentech-Raps-Zulassungen praktiziert und diesen Kurs muss Minister Stöger nun fortsetzen", so Karg.

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