Leitl: Small Business Act wird europäische KMU-Politik zum Positiven verändern

EU-Parlament erfüllt bei Annahme des Small Business Act zahlreiche Forderungen der Wirtschaftskammer

Wien (PWK177) - "Der Small Business Act wird die europäische KMU-Politik entscheidend zum Positiven verändern ", erklärt Christoph Leitl als Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und in seinen europäischen Funktionen anlässlich der Annahme des Small Business Act (SBA) durch das Europäische Parlament heute Dienstag. "Der SBA erfüllt zahlreiche langjährige Forderungen der WKÖ, wie etwa eine konsequente Anwendung des ‚Think Small First Prinzips‘, eine einfachere Teilnahme für kleinere Unternehmen an öffentlichen Ausschreibungen oder die Förderung unternehmerischen Denkens bereits in der Schule", betont Leitl.

Die WKÖ unterstützt vor allem die Ansage, das "Think Small First Prinzip" unumkehrbar von der Gesetzgebung bis zur Verwaltung zu verankern: "Das bedeutet im Klartext, dass alle neuen Gesetzesvorschläge und Initiativen zuerst auf ihre KMU-Freundlichkeit getestet werden müssen. Solche ‚KMU-Tests‘ müssen auf europäischer wie auf nationaler Ebene die Regel werden. Nur dann ist garantiert, dass die Interessen der kleineren Unternehmer auch wirklich Priorität haben." Für die begleitende Evaluierung der Fortschritte Richtung KMU-Freundlichkeit ist ein Benchmarking-System erforderlich, das nicht nur Best Practices wie im Rahmen der Small Business Charta darstellt, sondern effektive Fortschritte in Recht und Verwaltung dokumentiert.

"Die Ausnahmeregelungen für KMU im Bereich der staatlichen Unterstützungen und das Rechtsstatut für eine kleine europäische GmbH sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen ein ernst zunehmendes Signal für Europas kleinere und mittlere Unternehmen:
Europa lässt sie nicht im Stich, sondern hilft mit konkreten Initiativen, die Geschäfte wieder zum Laufen zu bringen", so Leitl. Der SBA sei eine wertvolle Basis für die Entwicklung einer europäischen KMU-Politik, die diese Bezeichnung auch verdient. Der SBA wendet sich an alle Unternehmen, die wirtschaftlich unabhängig sind, weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz oder eine Bilanz unter einem bestimmten Grenzwert besitzen.

Nach der Zustimmung der EU-Abgeordneten müssen die Prinzipien des SBA nun von und in den Mitgliedstaaten ohne Verzögerung umgesetzt werden, fordert Leitl. Infolge des SBA sollte der Binnenmarkt -speziell bei Dienstleistungen - für KMU besser funktionieren, damit Europa entsprechend wachsen kann. Besonders wichtig sind dabei der kostenfreie Zugang von kleinen Unternehmen zu Normen sowie die Teilnahme an den europäischen Innovations- und Forschungsprogrammen.

"Der SBA wird mithelfen, die Bürokratie in Europa um 25 Prozent zu verringern. Die Erwartungshaltung der KMU ist hoch: Sie darf durch eine zaudernde Politik nicht enttäuscht werden", erklärt Leitl abschließend. (FA)

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