StR Schicker: "Citybikes erobern den Westen. Zeitplan steht."

Bezirke 14. - 17. werden bis Ende 2010 in Citybike-Netz eingebunden

Wien (OTS) - Über fünf Jahre sind seit dem Start von Citybike Wien vergangen. In dieser Zeit wurden 60 Stationen errichtet, bei denen sich seit dem Start mehr als 161.000 BenutzerInnen angemeldet haben. "Nun machen wir einen Riesenschritt in der Entwicklung dieses Erfolgssystems vorwärts", so Verkehrsstadtrat DI Rudi Schicker, "wir haben den Zeitrahmen für die ambitionierte Ausweitung fixiert: Bis Ende 2010 wird die "Westspange" erschlossen."

Über 30 neue Standorte

Mit den Bezirken 15., 16. und 17. war die Westerweiterung bereits abgestimmt. Nun konnte mit Penzing der vierte Westbezirk endgültig ins Boot geholt werden. "Vorgesehen ist, dass an über 30 Standorten neue Stationen gebaut werden. Das bedeutet, dass wir mit einem Schlag die Anzahl der Stationen, um 50 Prozent aufstocken", so Schicker. Von der Erweiterung des Citybike-Angebots profitiert mit dem Westen Wiens nun in erster Linie jener Stadtteil, der im innerstädtischen Vergleich den geringsten Anteil an FahrradfahrerInnen aufweist. Die Ausdehnung des Netzes soll dabei helfen, den Radverkehrsanteil dort nachhaltig zu steigern.****

Citybikes kommen in die Gänge

Ermöglicht wurde die Ausdehnung des Systems auf die Westbezirke durch das neue Citybike-Modell für die Radsaison 2009, das vor kurzem von Gewista-Generaldirektor, KR Karl Javurek, vorgestellt wurde. "Das neue Rad wird über eine 3-Gang-Schaltung verfügen. Vor allem wird damit der Topologie Wiens entsprochen, die im wachsenden System eine immer größere Rolle spielt. Durch die Gangschaltung können die WienerInnen nun Routen nutzen, die sie aufgrund des Streckenprofils vorher vielleicht gemieden haben. Eine Entwicklung, die auch dem Gesamtsystem zu Gute kommt indem sich die Verteilung der Räder verbessert", so Javurek der darüber hinaus auch noch den verminderten Rollwiderstand der neuen Vollgummireifen und die elektronische Standlichtautomatik als wesentlichste Neuerungen herausstreicht.

Finanzielle Unterstützung

Ein weiterer Umstand den Stadtrat Schicker besonders betont: man wird für den flächendeckenden Citybike-Ausbau den Bezirken finanziell stark entgegen kommen. "Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit, ist es für die Bezirke besonders schwierig geworden Sponsoren für den Neubau von Stationen zu finden. Um aber den eingeschlagenen Weg der letzten Jahre konsequent fortführen zu können, haben wir uns dazu entschlossen die Bezirke mit einem entsprechenden Kostenschlüssel zu unterstützen", so der Verkehrsstadtrat, der mit dem eingeschlagenen Weg auf das Ziel, den Radverkehrsanteil in Wien auf 8 Prozent zu erhöhen, verweist.

In der Erstfassung des Masterplan Verkehr 2003 hatte sich die Stadt Wien das ambitionierte Ziel gesetzt, den Anteil an RadfahrerInnen bei der Verkehrsmittelwahl bis 2020 auf 8 Prozent zu steigern. Bei der Evaluierung und Fortschreibung des Masterplans 2008 konnte die Erreichung dieser Vorgabe auf 2015 vorgezogen werden. Zu diesen Zieldaten stellt Schicker klar: "Alle Wienerinnen und Wiener können diese Erfolgszahlen in den entsprechenden Werkstattberichten schwarz auf weiß nachprüfen. Die verkehrspolitischen Maßnahmen der letzten Jahre haben viel dazu beigetragen, dass sich das Rad zu einer wirklichen Alternative im Alltag entwickelt hat. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: im Stadtverkehr umwelt- und gesundheitsbewusst unterwegs und dazu auch noch schnell."

Die Erweiterung des Citybike-Angebots ist in Wien nur eine von zahlreichen anderen Maßnahmen, um neben den hochrangigen Öffentlichen Verkehrsmitteln die Nutzung des Fahrrads zu forcieren. Hierzu zählt nicht nur die laufende Neuschaffung von Radabstellanlagen auf öffentlichem Grund, sondern auch die Ausweitung der Förderungen für neue Abstellanlagen auf Privatgrund, sowie der weitere Ausbau des Radwegenetzes und die Fortsetzung des Lückenschlussprogramms. Darüber hinaus ist ein Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der Sicherheit im Radverkehr gewidmet. So wird der Einsatz von Mehrzweckstreifen optimiert und bestehende Mehrzweckstreifen auf ihre Verkehrssicherheit geprüft.

1 Stunde gratis radeln

Das System Citybike wurde in den letzten Jahren von Wien aus in die ganze Welt exportiert. Städte wie Brüssel, Marseille, Nantes, Paris, Cordoba, Seville oder Lyon profitieren von den Wiener Erfahrungen bei der Herstellung erfolgreicher Radsysteme. 2008 wurden in Wien, wo man die erste Stunde kostenlos radelt, in mehr als 363.000 Fahrten über 1,1 Mio. km zurückgelegt. (Schluss) shm

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