Heinzl: Volle Unterstützung für Bures-Initiative gegen Gigaliner

SPÖ und ÖVP bringen Entschließungsantrag gegen Zulassung von Gigalinern auf europäischer Ebene ein

Wien (SK) - "Volle Unterstützung gibt es für die Initiative von Verkehrsministerin Bures, sich gegen die Zulassung von 'Gigalinern' auf europäischer Ebene einzusetzen. Eine Zulassung dieser Riesen-Lkws würde den Anliegen Österreichs für mehr Sicherheit auf den Straßen und die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zuwiderlaufen", betonte Heinzl. Die Verkehrssprecher der SPÖ, Anton Heinzl und ÖVP, Ferdinand Maier, bringen morgen im Parlament einen gemeinsamen Antrag gegen die europaweite Zulassung von "Gigalinern" (bis zu 60 Tonnen schwere und 25,25 lange Megaliner) ein. "Die Adaptierung des Straßennetzes würde sehr viel Steuergeld kosten, teilweise sind notwendige Änderungen baulich gar nicht möglich und die zusätzliche Umweltbelastung dieser Riesen-Lkws ist enorm", stellte Heinzl fest. ****

Der SPÖ-Verkehrssprecher wies darauf hin, dass diese Riesenfahrzeuge durch Sichtbeeinträchtigungen und längere Überholwege auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Pkw-Lenker mit sich bringen. Zudem sei die Straßeninfrastruktur Österreichs nicht für Gigaliner ausgerichtet: Auf Autobahnen sind Brücken, Kurvenradien, Autobahnrastplätze, Auf- und Abfahrten sowie Autobahnkreuze generell nicht auf eine Gesamtlänge von 25,25 Meter und 60 Tonnen Gewicht ausgelegt. Abseits der Autobahnen sind Abbiegespuren, Kreisverkehre und Kurvenradien teils unüberwindliche Hindernisse. Österreichs hochrangiges Straßennetz besteht auf Grund seiner Topographie zu knapp 15% aus Kunstbauten (Tunnel, Brücken). Ausbau und Straßenerhalt würde sich dadurch erheblich verteuern.

Auch würde es mit der Zulassung von Gigalinern zu einer massiven Rückverlagerung von der Schiene auf die Straße kommen. "Dies zieht einen höheren CO2-Ausstoß nach sich und konterkariert unsere Ziele einer CO2-Reduktion. Zudem widerspreche dies dem Kyoto-Ziel", so Heinzl. Auch wenn Österreich Gigaliner nicht zulässt, sondern nur die Nachbarländer könnte es zu einer Zunahme des Straßenverkehrs kommen, da die Fracht an Österreichs Grenzen dann auf mehrere Lkws aufgeteilt werden müsste. "Statt einer Zulassung von Gigalinern sollten sich die europäischen Staaten für die Stärkung von Europas Bahnen einsetzen", forderte der SPÖ-Verkehrssprecher abschließend. (Schluss) df/mp

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