WienerInnen geben ihrem Gesundheitssystem Bestnoten

Studie zeigt große Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung

Wien (OTS) - "86 Prozent der Wienerinnen und Wiener sind mit der Gesundheitsversorgung in unserer Stadt zufrieden. Mehr als die Hälfte, 57 Prozent, ist sogar sehr zufrieden. Das beweist, dass die Stadt Wien mit ihrer Gesundheitspolitik auf einem guten Weg ist", erklärte Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Dienstag im Rahmen des Mediengesprächs des Bürgermeisters gemeinsam mit Politikwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier. Filzmaiers Institut für Strategieanalysen (ISA) hat im Auftrag der Stadt Wien eine umfassende Studie durchgeführt, die neben Serien von Fokusgruppen auch eine telefonische Umfrage unter 1.500 WienerInnen beinhaltete, und deren Ergebnisse repräsentativ für alle WienerInnen ab 16 Jahren sind. "Die positive Verantwortung für die gute Gesundheitsversorgung sehen die Wienerinnen und Wiener vorwiegend bei der Stadt (45 Prozent). 52 Prozent sehen eine geteilte Verantwortung zwischen Stadt Wien und Bund. Die Ergebnisse machen klar: Eine starke öffentliche Hand im Gesundheitswesen ist der Garant für hohe Qualität - und wird in dieser Verantwortung auch wahrgenommen", so Wehsely weiter. 82 Prozent der Befragten haben daher auch eine eher gute bis sehr gute Meinung über die Stadt Wien in ihrer Rolle als Gesundheitsversorger. Die Befragten konzedieren der Stadt Wien in der Gesundheitspolitik und in der Gesundheitsversorgung eine Vorreiterrolle. 60 Prozent der befragten Frauen bestätigen dies übrigens auch für den Bereich Frauengesundheit.****

"Die vergangenen Diskussionen über vermeintliche Spar- und Sachzwänge und über defizitäre Krankenkassen hätten durchaus zu einer allgemeinen Verunsicherung des Vertrauens der Bevölkerung in ihr Gesundheitswesen beitragen können. Das ist nicht der Fall: Nach Meinung der Befragten hat sich die Entwicklung der Wiener Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren sogar noch verbessert beziehungsweise ist gleich geblieben. 81 Prozent der Befragten bestätigen dies", unterstrich Filzmaier.

"Im überregionalen Vergleich wird deutlich, dass 64 Prozent der WienerInnen die Gesundheitsversorgung in ihrer Stadt durchwegs besser einschätzen als jene in andern Bundesländern. Und: Befragte, die sich bereits in einem Krankenhaus aufgehalten haben, bewerten die Versorgung besser als jene, die in den letzten Jahren in keinem Krankenhaus als Patient waren. Das heißt: Die Erfahrungen sind somit noch besser als die Erwartungen", so Filzmaier.

Medizin auf höchstem Niveau und rasche Behandlung werden erwartet

Die Versorgung mit Medizin auf höchstem Niveau wird von den WienerInnen zu Recht vorausgesetzt. Allerdings halten 76 Prozent der WienerInnen schnelle Behandlung und kurze Warte- und Anmeldezeiten in Krankenhäusern für sehr wichtig. Dementsprechend unzufrieden sind PatientInnen daher, wenn sie bei Gesundheitseinrichtungen mit Wartezeiten konfrontiert werden. "Wir haben daher bereits im Jänner 2008 in den Spitälern der Stadt Wien das elektronische OP-Anmeldezeiten-Management eingeführt. Mittlerweile arbeiten damit alle städtischen Spitäler - zum Wohle der PatientInnen und in voller Transparenz", erklärte Wehsely. Bei planbaren, nicht akuten Eingriffen wird gemeinsam mit den PatientInnen ein passender Termin gesucht. Auf spezielle Wünsche der PatientInnen, etwa wegen eines anstehenden Urlaubs, wird dabei Rücksicht genommen. Die Dringlichkeit der Terminvergabe bestimmen dann ausschließlich medizinische Kriterien. Für Akutfälle, die immer sofort behandelt werden, steht selbstverständlich eine 24-Stunden-Versorgung zur Verfügung.

Zudem werden die Operationszeiten für planbare Eingriffe kontinuierlich in den Nachmittag ausgedehnt. Die Anmeldefristen haben sich dadurch bereits deutlich verkürzt: Hat man zum Beispiel in der Krankenanstalt Rudolfstiftung im Juli 2008 noch rund 53 Tage auf eine Bandscheibenoperation gewartet, so sind es jetzt lediglich 35 Tage von der Anmeldung bis zur Operation. Die Anmeldezeit für Knieoperationen im Orthopädischen Krankenhaus Gersthof hat sich seit dem vergangenen Sommer um mehr als drei Wochen verkürzt.

Wehsely: "Wir sind hier auf einem guten Weg. Die städtischen Spitäler müssen aber weiter am Thema Wartezeiten dran bleiben. Weil die PatientInnen hier zu Recht kein Pardon kennen."

Wertschätzung im Umgang ist in städtischen Spitälern ein Muss

"Besonderen Wert legen die Befragten auf fachlich gut geschultes Personal (sehr wichtig: 96 Prozent) und freundliche Behandlung (84 Prozent), es geht also nicht nur um eine medizinische Top-Ausstattung", erläuterte Filzmaier. Wehsely dazu: "Ich garantiere auch für die Zukunft Spitzenmedizin für alle in Wien, unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft oder Geschlecht. Aber: Bei der Kommunikation mit den PatientInnen können und müssen die städtischen Spitäler noch besser werden. Wertschätzung im Umgang von ÄrztInnen und Pflegepersonal mit den PatientInnen ist ein Muss. Denn: Was ist wichtig für die PatientInnen? Sie haben ein Recht zu verstehen, mit welcher Erkrankung sie konfrontiert sind und welche Wege es zur Behandlung gibt. Es ist eine Frage der Menschlichkeit, die WienerInnen gerade in schwierigen Situationen, wie sie eine Erkrankung mit sich bringt, nicht alleine zu lassen." Als größter Ausbildner Österreichs für Gesundheits- und Pflegeberufe kann die Stadt Wien hier wegbereitend wirken.

Feedback erwünscht

Alle in den Wiener Spitälern stationär aufgenommenen PatientInnen, rund 400.000 pro Jahr, erhalten nachträglich einen PatientInnen-Fragebogen zugesandt. Sämtliche gemeldeten Anliegen, Beschwerden, aber auch Lob werden systematisch erfasst und ausgewertet. "Ich wünsche mir, dass möglichst viele PatientInnen von dieser Möglichkeit auch Gebrauch machen und den Fragebogen ausgefüllt zurückschicken. Die Stadt Wien legt größten Wert auf Feedback, denn nur mit einem offenen Ohr kann man kontinuierlich besser werden", schloss Wehsely. (Schluss) zim/me

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