In Kärntens Spitälern gibt es seit zehn Jahren laufend Qualitätsüberprüfungen

LR Kaiser weist Kritik zu Qualität in Kärntens Spitälern scharf zurück und stellt sich vor Mitarbeiter - Kritik ja, aber objektiv und sorgfältig recherchiert

Klagenfurt (LPD) - Unzureichende und oberflächliche Recherche
wirft Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent LR Peter Kaiser dem heftig diskutierten Autor des Buches "Verschlusssache Medizin", Kurt Langbein, vor. "Grundsätzlich stehe ich jeder konstruktiven Kritik positiv gegenüber, weil sie die Möglichkeit eröffnet, Dinge selbstkritisch zu betrachten und zu verbessern. Ich stelle mich aber klar vor die engagierten Mitarbeiter in den Kärntner Krankenhäusern", erklärte er heute, Dienstag. Als zuständiger Spitalsreferent sehe auch er in Kärnten verschiedene Verbesserungspotentiale und arbeite mit Nachdruck an deren Realisierung.

Es sei einfach nicht zulässig und zeuge von fehlender journalistischer Sorgfaltspflicht, das Spitalswesen in Niederösterreich mit dem in Kärnten zu vergleichen. Auch könnten Ergebnisse der in Niederösterreich erst vor Kurzem eingeführten Qualitätsüberprüfungen nicht auf sämtliche Krankenhäuser in Österreich und schon gar nicht auf jene in Kärnten umgelegt werden, wie es Langbein offensichtlich praktiziert habe. "Kärnten ist das einzige Bundesland, in dem seit mehr als zehn Jahren ein eigener Fachbeirat mit der Überprüfung der Qualität und der Patientenzufriedenheit in unseren Krankenhäusern betraut ist. Dabei führen wir regelmäßige Zufallsstichproben in allen elf Fondskrankenhäusern durch, und prüfen Auffälligkeiten, wie übermäßige Häufigkeiten von verschiedenen Behandlungen", erklärte Kaiser.

Durch die Arbeit des Fachbeirates, aber auch durch die in Kärnten bereits in Umsetzung befindliche Leistungsangebotsentwicklung, könnten sich die Patienten in den Kärntner Spitälern eines sehr hohen Niveaus und der besten medizinischen aber auch menschlichen Betreuung sicher sein. "Die von allen Parteien einstimmig beschlossene Leistungsangebotsentwicklung setzt bereits um, was Langbein erst fordert: Nämlich dass seltene und schwere Eingriffe sinnvoller Weise in den großen Spitälern konzentriert sind und die regionalen Spitäler die Basisversorgung auf sehr hohem Niveau gewährleisten", machte Kaiser deutlich.

Um die Qualität auch in Zukunft auf so hohem Niveau halten zu können, werde im Rahmen des Regionalen Strukturplanes Gesundheit derzeit auch die Notwendigkeit von stationären Aufenthalten geprüft sowie eine effektive Vernetzung zwischen dem Spitals- und dem niedergelassenen Bereich erarbeitet. Kaiser sieht Kärnten damit als Vorreiter in Österreich.

Für Kaiser steht fest, dass es zwar verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten gäbe, ein qualitativ hochwertiges Gesundheitssystem aber trotzdem immer Geld kosten werde. "Es ist eine politische Entscheidung, ob man den Menschen in Österreich dieses hochwertige Versorgungssystem zur Verfügung stellen und das dafür notwenige Steuergeld in die Hand nehmen will", so Kaiser.
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