SVA-Obmann Leitl betont gute soziale Absicherung der Unternehmer

Erfolgreiches Jahr 2008 für SVA

Wien (OTS) - "Die Auswirkungen der Finanzkrise bekommen immer mehr Wirtschaftstreibende zu spüren, gerade für Klein- und Kleinstbetriebe ist daher ein engmaschig geknüpftes Sicherheitsnetz wichtig", mit diesen Worten eröffnete Obmann Präsident Dr. Christoph Leitl die 17. Generalversammlung der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft, die am 9. März 2009 in Wien stattfand.

Mit dem in Sachen sozialer Sicherheit geschnürten Paket wurde der steigenden Zahl der Klein- und Kleinstunternehmer ohne Mitarbeiter Rechnung getragen, die nunmehr nicht mehr schlechter gestellt sind als unselbständig Beschäftigte. "Die beitragsfreie und unbefristete Mitnahme von Ansprüchen aus der Arbeitslosenversicherung sowie die seit Beginn heurigen Jahres bestehende Möglichkeit, sich auf freiwilliger Basis gegen das Risiko der Arbeitslosigkeit zu versichern, seien wichtige Bausteine der sozialen Sicherheit für Selbständige", so Obmann Leitl weiter. Aber auch ein attraktives Krankengeld und die bereits im Jahr 2008 neu eingeführte Selbständigenvorsorge - es wurde eine zweite Pensionssäule analog der "Abfertigung Neu" für unselbständige Beschäftigte geschaffen - ließen punkto sozialer Sicherheit für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer eine positive Bilanz ziehen.

Bei der Generalversammlung ging Obmann Leitl auch auf die Teilprivatisierung des Rheuma-Zentrums in Baden ein. Nach den positiven Erfahrungen beim Neurologischen Rehabilitationszentrum Rosenhügel, bei dem es erstmals im Bereich der Sozialversicherung zu einem Private-Public-Partnership-Modell kam, wurde das Management des in Klinikum Malcherhof Baden umbenannten Rheuma-Zentrums an die Humanomed Gruppe vergeben. Obmann Leitl: "Wir haben uns für diese Art der Betriebsform entschieden, da sie sicherstellt, dass höchste medizinische Qualität unter Einsatz moderner Managementmethoden effizient im Sinne der Patienten angeboten wird". Noch heuer privatisiert werden soll auch die Herz-Kreislauf-Sonderkrankenanstalt in Bad Ischl. In einem Verhandlungsverfahren mit drei Bietern wurde die Homacon-KrankenhausberatungGmbH als Bestbieter ermittelt.

In seinen Ausführungen kam Obmann Leitl auch auf die verstärkte Positionierung der SVA als Gesundheitspartner der Versicherten zu sprechen. Mit der Aktion "Fit zu mehr Erfolg" sollen die Versicherten zu mehr Gesundheitsbewusstsein animiert werden. Kernpunkt der Aktion ist der SVA-Gesundheitshunderter, den Versicherte als Zuschuss für gesundheitsfördernde Maßnahmen erhalten. Obmann Leitl betonte das positive Echo der Versicherten zu den vielfältigen Angeboten auf diesem Gebiet wie beispielsweise Gesundheitswochen, Langlauf-Camps, Nordic Walking-Camps, Raucherentwöhnungskurse, etc.

Generaldirektor Mag. Vlasich präsentierte den Jahresbericht 2007 und berichtete über den Voranschlag für 2009. Er verwies auf das ausgezeichnete Jahresergebnis 2007 mit einem Überschuss von 39 Millionen Euro in der Krankenversicherung. Das Gebarungsvolumen der gewerblichen Sozialversicherung wird im heurigen Jahr auf rund 3,55 Milliarden Euro prognostiziert und somit um 3,5 Prozent höher sein als 2008. Dazu kommen noch 135 Millionen Euro für das Bundespflegegeld. Allein für die Gesundheit der Versicherten werden 758 Millionen Euro ausgegeben. Besonders zu erwähnen ist der geringe Verwaltungsaufwand der SVA, der lediglich 2,2 Prozent der gesamten Aufwendungen ausmacht; das bedeutet, dass beinahe 98 Prozent der Mittel an die Versicherten zurückfließen.

In der gewerblichen Krankenversicherung wird es bereits im heurigen Jahr - nach dem Bilanzverlust von 21,7 Millionen Euro im Jahr 2008 - zu einem voraussichtlichen Bilanzgewinn in Höhe von rund 7,7 Millionen Euro kommen. Das durch die Senkung des Beitragssatzes in der Krankenversicherung von 9,1 auf 7,65 Prozent ab dem Jahr 2008 niedrigere Beitragsaufkommen konnte durch Effizienzsteigerungen ohne Qualitätsverlust für die Versicherten wieder ausgeglichen werden. "Es ist uns gelungen, durch ein ambitioniertes Konsolidierungsprogramm bereits heuer, ein Jahr früher als erwartet, wieder ein positives Betriebsergebnis in der Krankenversicherung zu erzielen", so Generaldirektor Vlasich abschließend.

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer. Als modernes Dienstleistungsunternehmen ist die SVA zuständig für die gesetzliche Pensions- und Krankenversicherung der Selbständigen; sie betreut rund 270.000 Gewerbetreibende, 60.000 Freiberufler und 160.000 Pensionisten. In der Krankenversicherung setzt die SVA mit der Aktion "Fit zu mehr Erfolg" verstärkt auf den Vorsorgegedanken. Der einzigartige "SVA-Gesundheitshunderter" soll die Versicherten motivieren, mehr für ihre Gesundheit zu tun. Die SVA-Hauptstelle sowie die Landesstellen Wien und Niederösterreich haben ihren Sitz in Wien, die übrigen Landesstellen im jeweiligen Bundesland.

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