Betriebliche Vorsorgekassen - Konservative Veranlagungsstruktur als Konsequenz der Finanzkrise

Entwicklung der Betrieblichen Vorsorgekassen im Jahr 2008

Wien (OTS) - Im Bereich der Veranlagungen der Betrieblichen Vorsorgekassen erfolgten seit Ausbruch der Finanzkrise Verschiebungen der Veranlagungsstruktur, die als Konsequenz der unsicheren Finanzmärkte betrachtet werden können. Ende 2007 waren noch rund 63,1% der Gelder in Fonds veranlagt, Ende 2008 betrug der Anteil nur mehr 50,3%. Gleichzeitig stieg der Anteil der direkten Veranlagungen (z.B. bei Banken) von 36,9% auf 49,7%. Ende 2008 betrug das Volumen der Anwartschaften der neun in Österreich tätigen Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) 2,12 Mrd EUR, was einem Zuwachs von rund 31,0% gegenüber Ende 2007 entspricht.

Nach mehr als sechsjähriger Geschäftstätigkeit belief sich die Anzahl der Anwartschaftsberechtigten nach dem System Abfertigung-NEU Ende 2008 auf rund 3,04 Millionen Personen. Seit Jänner 2008 werden auch die rund 500.000 selbständigen Erwerbstätigen, freien Dienstnehmer, Freiberufler und Land- und Forstwirte in das System der Abfertigung miteinbezogen.

Das Volumen der Anwartschaften, das sind die durch die Betrieblichen Vorsorgekassen verwalteten Ansprüche der Arbeitnehmer, betrug Ende 2008 insgesamt 2.118,93 Mio EUR. Es konnte ein Zuwachs von 501,72 Mio EUR oder rund 31,0% gegenüber Ende 2007 ausgewiesen werden.

Gesetzlich verpflichtend ist eine Kapitalgarantie zu gewähren, um die Anwartschaftsberechtigten vor dem Verlust der monatlich vom Arbeitgeber einbezahlten Beiträge (1,53% vom Bruttogehalt plus Sonderzahlungen) zu schützen. Die Rücklage für die Garantie machte zum Ende 2008 einen Wert von 2,01 Mio EUR aus, um 0,26 Mio EUR oder 14,9% mehr als zum Ende 2007.

Im Bereich der Veranlagungen kam es zu Verschiebungen der Veranlagungsstruktur, die als Konsequenz der unsicheren Finanzmärkte betrachtet werden können.
Waren Ende 2007 noch rund 63,1% der Gelder indirekt veranlagt (Veranlagung in Fonds), waren es Ende 2008 nur mehr 50,3% des Vermögens der Veranlagungsgemeinschaften.
Gleichzeitig stieg der Anteil der direkten Veranlagungen (vor allem Guthaben bei Banken und Kassenbestände) um rund 13 Prozentpunkte von 36,9% Ende 2007 auf 49,7% Ende 2008.

Die Bilanzsumme der neun Kassen wies zum 31.12.2008 ein Volumen von 2.174,88 Mio EUR aus, gegenüber Ende 2007 bedeutete dies einen Anstieg um 514,08 Mio EUR oder 31,0%. Das entspricht einem Anteil von 0,2% an der Bilanzsumme aller meldepflichtigen Kreditinstitute in Österreich.

Weitere statistische Informationen unter dieaktuellezahl.oenb.at bzw. www.oenb.at im Bereich "Statistik und Melderservice".

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