Innovatives eHome Pilotprojekt: Kommunikationstechnologie von Kapsch CarrierCom und Treventus Mechatronics unterstützt ältere Menschen

Wien (OTS) - Die Kapsch CarrierCom AG und Treventus Mechatronics -ein "spin-off" Unternehmen der Technischen Universität Wien (TU) -haben ein bahnbrechendes eHome-Projekt auf die Beine gestellt. Ziel des Pilotversuchs ist es, Stürze und andere Notsituationen in Wohnungen älterer Menschen zu erkennen und, falls notwendig, automatisch über das Telefonnetz Hilfe herbeizurufen. Die Projektpartner haben ein 'unsichtbares‘ Kommunikationsnetz entwickelt, welches im Notfall selbstständig agiert. Im Rahmen eines Feldversuches im "Living Lab Schwechat" wird diese Applikation im praktischen Einsatz in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Seniorenzentrum auf seine Realisierbarkeit und Alltagstauglichkeit erprobt. Neben Kapsch CarrierCom und Treventus Mechatronics sind auch das Institut "integriert studieren" der TU Wien, sowie das Forschungsinstitut CEIT RALTEC als wissenschaftliche Partner an der Innovation beteiligt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Ältere oder pflegebedürftige Menschen wollen ihr Leben solange wie möglich in der eigenen Wohnung und in vertrauter Umgebung verbringen. Das bringt allerdings insbesondere bei gebrechlicheren Menschen das Risiko mit sich, nach einem Sturz hilflos und unversorgt zu sein. Dieser Problematik hat sich der heimische Spezialist für Kommunikationslösungen für Betreiber von Fest- und Mobilnetzen, Kapsch CarrierCom, mit Partnern angenommen. Mit Treventus Mechatronics, dem TU-Institut "integriert studieren" sowie dem Forschungsinstitut CEIT RALTEC wurde eine eHome Innovation entwickelt, die für Aufsehen sorgt: Das neu entwickelte Kommunikationsnetz führt beeinträchtigte Menschen, Personen aus ihrem sozialen Netzwerk sowie betreuendes Personal zusammen. Das gemeinschaftlich entwickelte Sensor- und Kommunikationsnetz erkennt die Sturzgefahr oder den Sturz im privaten Wohnbereich der älteren Menschen und informiert oder alarmiert Angehörige bzw. Pflegedienststellen. Erkannt wird die Sturzgefahr bzw. der Sturz mittels Computer- und Sensortechnologie. Die Alarmierung per Telefon an die beteiligten Helfer basiert auf Kapsch Technologie, die im eigenen IMS (IP Multimedia Subsystem) LAB mit IP Zugang zum Sensornetzwerk der TU Wien erprobt wird. Im Anschluss daran kommt die Applikation im Living Lab im Seniorenheim Schwechat zum Probeeinsatz.

"Die Bevölkerungsentwicklung in Europa gibt einen klaren Trend vor: Dank der steigenden Lebenserwartung wird es immer mehr ältere Menschen geben", sagt Thomas Schöpf, Vorstand Kapsch CarrierCom AG. "Gerade für diese Bevölkerungsschicht muss Technologie in Zukunft noch hilfreicher im Alltag sein. Mit unserer Neuentwicklung wollen wir dazu tatkräftig beitragen", so Schöpf weiter. Mit der Innovation von Kapsch CarrierCom und Treventus Mechatronics wird das selbstbestimmte Leben auch im hohen Alter zu Hause deutlich erleichtert. Der Lösungsansatz unterstützt aber auch Pflegedienststellen und Versicherungen bei der Abwicklung und Optimierung ihrer Tätigkeiten.

Das System ist leicht in jeder Wohnung nachrüstbar. Es besteht aus drahtlos vernetzten Sensoren, einem Interface, das Daten empfängt, analysiert und im Bedarfsfall einen Alarm bei einem Home Gateway generiert. Das Gateway hat die Aufgabe, im Alarmierungsfall sofort via IMS (IP Multimedia Subsystem) einen Anruf zwischen Angehörigen / Pflegedienststelle und der zu betreuenden Person aufzubauen. Dabei wird der Anruf im eHome System automatisch durchgeschaltet, sodass der Betroffene sofort mit seiner Betreuungsperson kommunizieren kann.

Der Bürgermeister von Schwechat NR Hannes Fazekas als Eigentümervertreter von CEIT: "Hier wird ganz wichtige Forschung betrieben, deren Ergebnisse den älteren Menschen - nicht nur in unserer Stadt - direkt zugute kommen. Solche Entwicklungen tragen wesentlich dazu bei, dass Menschen zu Hause länger ein autonomes Leben führen können."

Über CEIT RALTEC gemeinnützige GmbH:

CEIT RALTEC, eine Tochter des "Central European Institute of Technology", wird als außeruniversiäteres Forschungsinstitut von der Stadt Schwechat im Rahmen der Initiative eSchwechat.at gefördert. CEIT RALTEC bündelt Kompetenz auf den Gebieten Rehabilitations- und Ambient Assisted Living Technologien (AAL, eHomecare und eHealthcare). Die Forschung und Entwicklung neuer technischer Lösungen für ältere Menschen und Personen mit speziellen Bedürfnissen stehen im Mittelpunkt.

Über Treventus Mechatronics GmbH:

Das TU-Wien Spinn-Off TREVENTUS Mechatronics GmbH ist Spezialist für die Umsetzung mechatronischer Lösungen. TREVENTUS übernimmt dabei die Entwicklung bis hin zur Serienproduktion und erarbeitet entsprechende Marktanalysen. Das Aushängeschild von TREVENTUS ist der von Grund auf neu entwickelte und international patentierte Buchscanner ScanRobot(R). Mit diesem interdisziplinären System, das erst 2007 auf dem Markt vorgestellt wurde, konnte TREVENTUS bereits Anfang 2009 die europaweite Marktführerschaft in der automatisierten Buchdigitalisierung erreichen.

Über Kapsch CarrierCom AG:

Kapsch CarrierCom AG ist in der Kapsch-Gruppe spezialisiert auf Kommunikationslösungen für Betreiber von Fest- und Mobilnetzen in den Bereichen Sprach- sowie Datenübertragung. Kapsch CarrierCom deckt dabei alle Bereiche ab: Von Analyse, Beratung, Design, Produkt Entwicklung, Integration, Installation und Training bis hin zur Wartung und dem Betrieb kompletter Netze.

Rückfragen & Kontakt:

Brigitte Herdlicka
Kapsch Gruppe
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E-Mail: brigitte.herdlicka@kapsch.net
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Mag. Hans-Georg Mayer
Kapsch CarrierCom AG
PR & Communications
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E-Mail: hans-georg.mayer@kapsch.net

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