FA-Schütz: Erziehungsgeld für Mütter gefordert

Chancengleichheit für Frauen in der Arbeitswelt noch lange nicht in Sicht

Wien, 09-03-2009 (fpd) - Am gestern stattgefundenen Weltfrauentag wurden wieder Stimmen aller Fraktionen und Institutionen laut, die über Gleichberechtigung und Emanzipation referierten. Doch eben diese Stimmen fordern an den übrigen 364 Tagen im Jahr eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten, eine Lockerung der Übergangsbestimmungen zur Arbeitnehmerfreizügigkeit der neuen EU-Länder und vieles mehr. Diese Forderungen gehen jedoch allein zu Lasten der Familien und letztlich der Frauen, ärgert sich die Landesobmann-Stellvertreterin der Freiheitlichen Arbeitnehmer, KR Angela Schütz.

Frauen würden in die sogenannten MC-Jobs gedrängt, die schlecht bezahlt seien und in Wahrheit eine Ausbeutung der Arbeitnehmer darstellen. "Was wir brauchen sind echte Verbesserungen, auch bzw. gerade für Frauen in der Berufswelt", so Schütz, die weiter feststellt, dass Österreich durch die UN-Frauenrechtskonvention CEDAW seit 1982 dazu verpflichtet sei, jegliche Diskriminierung von Frauen in allen Lebensbereichen tatsächlich und effektiv zu beseitigen. Gleicher Lohn für gleiche Leistung sei trotz Frauenbewegung und FrauenministerInnen noch lange nicht in Sicht. Immerhin betrug im Jahr 2007 das mittlere Einkommen von Frauen nur rund 59 Prozent des mittleren Einkommens von Männern. Gerade in wirtschaftlich schlechter Zeit, wie wir sie nun erleben, sind die Frauen diejenigen, die der miserablen Wirtschaftslage ausgeliefert sind, denn Frauen sind überdurchschnittlich oft im Dienstleistungsbereich oder als Hilfsarbeiterinnen tätig, kritisiert Schütz.

Ein Hauptproblem sei wohl die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen. Daher fordern die Freiheitlichen Arbeitnehmer schon seit Jahren eine Art Erziehungsgeld für Mütter, die ihre Kinder selbst erziehen wollen. Nur dies kann den Frauen Wahlfreiheit verschaffen, denn nur wenn sie sich frei von finanziellen Zwängen entscheiden können, ob sie ihr Kind selbst betreuen oder eine Fremdbetreuung in Anspruch nehmen, weil sie einem Beruf nachgehen möchten, kann man von Wahlfreiheit sprechen. Und nur dann haben Frauen, ob alleinerziehend oder nicht, die gleichen Chancen auch in der Arbeitswelt, so Schütz abschließend. (Schluss) hn

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